Freitag, 1. Mai 2015

Olivenbrot - Italien das ganze Jahr zuhause

Olivenbrot ist so eine typische Urlaubserinnerung, wenn man gerne nach Italien, Spanien, Griechenland, oder nach Portugal fährt. dort macht man aus einfachen Zutaten daraus sensationelle Backwaren. Hier bekommt man sowas meistens nur aus fiesen Brotmischungen der Industrie, oder genau so schlimm, zum Aufbacken aus der Plastikfolie. Ich freue mich, dass immer mehr Menschen, auf den degenerierten Plastikkram, keine Lust mehr haben und zurück zu den Wurzeln kommen. Brot ist ein Grundnahrungsmittel und deswegen, muss es ordentlich hergestellt werden. Basta!




Zutaten:

Hefeteig für Pizza
1 Glas Oliven
Mehl zum Arbeiten

Immer wenn ein Wort farbig unterlegt ist, dann ist darunter ein Rezept zum Anklicken. 



Wie  man den Pizzateig macht, habt Ihr schon unter dem Link gefunden? Der ist sehr feucht und muss vor dem Verarbeiten aufgemehlt werden. Deswegen eine Arbeitsfläche ordentlich bemehlen. Ich habe nur einen halben Teigansatz (300 statt 600 Gramm) genommen, durch das Aufmehlen wird das am Ende sowieso viel mehr Gewicht. Ich würde aber sowieso auf Basis 600 Gramm Mehl arbeiten. Der Teig wird im Kühlschrank nie schlecht und damit fällt einem immer etwas ein und wenn es ein zweites Brot ist, weil einer am Tisch immer keine Oliven mag.


Den Teig auf das Mehl legen und von oben auch noch mal Mehl drauf geben.


Das Mehl so lange in den Teig einrollen und einkneten, bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt. Dann alle Oliven in den Teig stecken und weiter kneten.


Hier sind dann alle Oliven eingeknetet


Brot noch einmal von außen mit Mehl bestäuben.


Jetzt kommt der Clou. Das Olivenbrot wird später im Ofen abgedeckt in einem Entenbräter gebacken. Den Tipp habe ich von der Wunderbäckerin Maria Stadlbauer bekommen, weil sie Mitleid mit mir und meinem Ofen hatte, weil der nur Unterhitze hat und deswegen immer ziemlich blass backt und der Teig auch nicht so aufgeht wie er soll. Die Dame ist mal eine echte Fachkraft und lebenslangen Dank für den Tipp. Bevor das Brot in den Ofen kommt, erst einmal den Bräter ein wenig ausmehlen und dann das Olivenbrot mit dem Bräterdeckel abgedeckt, mindestens eine halbe Stunde, aber auch gerne ein paar Stunden ruhen lassen, je nachdem, wie weit es mit Eurer Geduld her ist.



Bei Stufe 5, bzw 220 Grad habe ich das Brot danach im Ofen abgedeckt gebacken. Da braucht man dann echt mal Eier in der Hose und lässt das Olivenbrot eine dreiviertel Stunde in ruhe und öffnet den Deckel auch nicht vor Neugierde, damit die Hitze nicht entweicht, die man so gewinnt.


So kommt das Brot dann aus dem Ofen. Total explodiert, also richtig gut aufgegangen, schön knackig gebacken und auch, für ein Weißbrot, mit einer ganz ordentlichen Farbe.


So gut wird es nur, wenn man abgedeckt backt


Da ich das auch anders kenne, bin ich natürlich hellauf begeistert, dass man sowas auch in einem alten Gasofen, nur mit Unterhitze backen kann. Es geht echt nix über ein paar gute Tipps, wie das abgedeckte Backen.


Hier ist das Olivenbrot angeschnitten. 


Das ist schon eine Sensation, mit einer leckeren gesalzenen Butter, mit einer leckeren Wurst, oder einem Stück Käse. Passt auch gut zu Salat und Nudeln, oder ist eine tolle Ausgangsbasis für Bruschetta, wenn es ein paar Tage gelegen hat, und einem so nicht mehr frisch genug zum Essen wäre. So kommt davon nichts um.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit


Kommentare:

  1. Hallo Herr Glatzkoch,
    wieder mal ein schönes Rezept, wobei ich alle Rezepte schön und nachkochenswert finde.
    Kleiner Tip: Man kann auch in einem Römertopf backen, nicht wässern bitte, aber gut ausfetten und mehlen. Römertopf in den kalten Ofen und ab geht die Luzie!!! Das wird dann wie aus einem Holzbackofen einer teuren Marke.
    Weiter so mit den tollen Rezepten.

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  2. danke für den tipp. ich habe keinen römertopf und die ehestutenpolizei wird ein platzproblem anführen, wenn ich mir ungehemmt irgendwelche küchenutensilien kaufen würde. ich hätte gedacht, dass der römertopf platz, wenn man ihn nicht wässert? das muss echt ein teufelsteil sein. Fleisch soll darin auch so lecker werden. klingt echt gut, so wie du das brot beschreibst. keine sorge, du bekommst jeden tag ein neues rezept, ich muss meine sippe ja immer ernähren. schönen gruß jörg

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  3. Hallo Herr Glatzkoch, na, ich dachte, Du bist gut sortiert. Extra kaufen ist ja auch nix. Aber das wird wirklich ganz klasse. Ich hab alte Römertöpfe (groß und klein) wieder aktiviert, die ihr Dasein traurig im Keller fristeten. Bin hier ganz fleissig am mitlesen und nachmachen. (Obwohl ich den Bösen TM hab *grins*) Grüssle!

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    1. das ist doch nur folklore, den tm zu dissen. römertöpfe hatte ich noch nie und wenn, dann hätte ihn irgendeine ex mitgenommen, obwohl sie vorher nie gekocht hat. die liste ist lang ;-)

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