Mittwoch, 6. Mai 2015

Das Kotelett auf dem heißen Blechdach - in 60 Minuten

Das Ziel bei diesem Gericht ist Familientauglichkeit und eine Stunde Zubereitungszeit. Das kann man sowohl in der Woche gut schaffen, als  auch am Wochenende, wenn man mehr Wert auf die gemeinsame Zeit außerhalb der Küche wert legt, ohne deswegen beim Essen auf Frische und Raffinesse verzichten zu müssen.



Zutaten für 4 Personen:

1 Kilo Kotelett
1 Kartoffeln fest kochend
4 Zwiebeln
4 Tomaten
1 Knoblauchknolle
Rosmarin, gerne frisch
200 Milliliter Tomatenmark
1 Peperoni
Wasser
Salz
Pfeffer
Zucker
Paprikapulver


Ich stelle Euch frei, ob Ihr erst Gemüse schnippeln, oder lieber das Fleisch anbraten möchtet. Da mich Gemüse zu schneiden beruhigt, fange ich immer mit dem Gemüse an. 


Die Zwiebeln häuten.


Zwiebeln in Ringe schneiden.


Die Pfanne mit ein wenig Öl erhitzen


Bis das Öl heiß ist, eine Knoblauchknolle von der Haut befreien.


Knoblauch hacken


Das Kotelett klopfen und in die Pfanne legen. Pro Seite drei Minuten braten, damit mich mein Lieblingsmitblogger Lars Westerhausen wieder mal darauf hinweisen kann, dass Fleisch keine Poren hat. Irgendwas wird sich schon schließen, damit der Fleischsaft im Fleisch bleibt, wenn man das Kotelett scharf anbrät.


Knoblauch brauchen wir für die Marinade, mit der das Fleisch später in den Ofen kommt.


Eine Tube Tomatenmark = 200 Milliliter in ein Litermaß zum Knoblauch geben.


Hier ist das Tomatenmark schon aus der Tube heraus.


Für den guten Geschmack, eine Peperoni grob zerkleinern.


Die kommt auch zum Tomatenmark


Salz, Pfeffer und Zucker zum Würzen nehmen und dran denken, davon soll hinterher mal das Fleisch schmecken, also nicht geizig sein. Ich trinke nach dem Essen lieber eine Flasche Wasser, als vor Langeweile am Tisch zu sterben. Das Litermaß mit Wasser auffüllen und gut verrühren. 


Für die Zubereitung im Ofen, benutze ich mein großes Backblech, das den Ofen komplett ausfüllt. Sonst würde ich die Fleischmenge nicht unterbringen.


Die angebratenen Koteletts auf dem Backblech auslegen.


Auf das Fleisch die in Ringe geschnittenen Zwiebeln drapieren. 


Mit meiner Standreibe, reibe ich das Kilo Kartoffeln in ganz dünne Scheiben


Damit auch ein paar Vitamine auf dem Teller landen und für die Optik, kommen noch so viele Tomaten, wie Personen am Essen teilnehmen, auf das Backblech. Ich habe das Rezept für vier Personen gerechnet, aber wir sind nur zwei Erwachsene und drei kleine Kinder, also wird der gemeine Erbsenzähler fünf Tomaten auf dem Backblech finden. 


Die dünn gehobelten Kartoffelscheiben auf dem Fleisch, bzw. auf den Zwiebelringen verteilen.


Es gab frischen Rosmarin und der hatte durch vorheriges Verpacken das Glück, dass ich den weder vertrocknen noch ersaufen konnte. Weil sowas ein Gericht geschmacklich nach vorne bringt, habe ich das über die Kartoffeln gelegt.


Den Ofen sollte man 10 Minuten vorheizen. Mein Ofen ist leider so eine lahme Sau mit Gas, die nur über Unterhitze verfügt. Ich nehme Stufe 5, Ihr solltet bei Ober- und Unterhitze 200 Grad nehmen. 


Paprikapulver über das ganze Blech streuen.


Die Tomatensoße über dem Blech ausleeren, bis die Schnitzel gut halb bedeckt sind.


Eine dreiviertel Stunde später, kommt das fertige Essen aus dem Ofen.


Die Marinade ist gut eingezogen und eingekocht. Das Fleisch ist zart, die Kartoffeln gut gegart. Wer Oberhitze hat, darf sich auch noch über eine Kruste und ein paar Röstaromen freuen.


Das Anrichten geht schnell, da man das Fleisch und die Beilagen, kompakt mit dem Pfannenwender auf den Teller heben kann. Nun noch die Tomate dazu stellen und es kann auf denTisch.


Dazu passt noch ein frischer Salat und dann bleiben keine Wünsche, an ein leckeres Familienessen, mit mediterranem Einschlag unerfüllt.


Das lässt sich auch sehr gut vorbereiten, wenn Gäste kommen und vor allem muss man echt nichts mehr machen, als darauf zu achten, dass die optischen Garpunkte stimmen, also nicht zu blass, oder zu dunkel wird. Den Rest erledigt die Zeit.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


Kommentare:

  1. Es ist die sogenannte "Maillard-Reaktion" doe beim scharfen Ambraten stattfindet. Das Ziel sind Röstaromen. Schließen tut sich da gar nichts, besonders nicht, wenn man vorher auf dem Fleisch rumklopft.

    Das Kotelett sieht lecker aus. Mit den Kartoffelscheiben oben drauf erinnert es mich an den Mailänder Klassiker "ertränktes Kalbskotelet - eins meiner Lieblingsgerichte.

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    1. ich lese ja nicht viel und ich schaue mir nur mal die efilee an, oder laufe durch zufall an einem rezept vorbei. ich versuche auf meine rezepte immer von selbst zu kommen. maillard-reaktion klingt jedenfalls wichtig.

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  2. Siehste Lars, grad wollte ich nachfragen, denn einen Unterschied merkt man ja schon zwischen lasch dahindümpeln und scharfvangebraten. So ist es aber schon beantwortet und ich wieder schlauer, merci!

    Ach und Jörg....Leck, klingt das geil!!!

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    1. tja, die welt sollte mehr westerhausens haben, dann würde es nicht überall so fiese regale mit fertigfutter geben

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