Samstag, 18. April 2015

Veganes Ofengemüse in einer Stunde

Die Tage werden länger und damit steigt auch die Lust, mehr Zeit vor der Tür zu verbringen, als vor dem Herd. Deswegen habe ich Euch hier schnelles Ofengemüse in einer Stunde gezaubert. Das ist eine prima Beilage zu Fleisch, Fisch, zum Grillen, oder eine Vorspeise und mit ausreichend frischem Brot, auch eine tolle Hauptspeise.



Zutaten für 4 Personen

6 Paprikaschoten
1 Aubergine
2 Zwiebeln
Pimientos Padron
4 Tomaten
Meersalz
Olivenöl
Salz 
Pfeffer
Zucker
Limette

Das ist eine extrem kompakte Mahlzeit, weil man die verschiedenen Gemüse Komponenten zusammen auf einem Blech, oder auf einem schmaleren Blech und einer Ofenform zubereiten kann. Wenn wir uns mit dem Gemüse beschäftigen, können wir den Ofen schon vorheizen. Meinen lahmen Gasofen stelle ich auf Stufe 5-6 ein und der hat nur Unterhitze. Ihr solltet bei modernen Öfen 200 Grad Ober- und Unterhitze nehmen. Zehn Minuten vorheizen reicht.


Die Paprikaschoten oben am Deckel einschneiden und das Kerngehäuse rausnehmen.


2 mittelgroße, bis große Zwiebeln häuten und horizontal durchschneiden.


So geht horizontal


Paprika und Zwiebel auf dem Blech auslegen.


Auberginen in Scheiben schneiden und auch auf das Blech legen.


Auberginen mit dem Saft einer halben Limetten beträufeln, das ganze Gemüse auf dem Blech, mit ordentlich Salz, Pfeffer und Zucker würzen und mit Olivenöl übergießen. 


Vier Tomaten z.B. in eine Kastenform für Kuchen legen. Man kann das auch auf einem großen Backblech, das den ganzen Ofen ausfüllt, gemeinsam mit dem anderen Gemüse auf das Blech geben, aber die Tomaten geben Flüssigkeit ab, deswegen bereite ich die gerne getrennt zu. 


Die Pimientos Padron zu den Tomaten legen


Salz, Pfeffer, Zucker zum Würzen nehmen, den Saft der halben Limette und Olivenöl darüber kippen. 


Über die Pimientos Padron kann man noch ein wenig Meersalz streuen 


Alles chic, hier ist das Gemüse jetzt traut vereint im Ofen und wartet darauf eine gesunde Gesichtsfarbe zu bekommen.


Nach 20 Minuten wird das Gemüse auf dem Backblech gewendet. 



Bei der Gelegenheit großzügig Balsamico Essig über die Paprika kippen. Wenn die Zwiebeln und Auberginen auf etwas davon abbekommen, dann ist das kein Beinbruch.


Nach insgesamt 30 Minuten im Ofen nehmen wir die Auberginen raus, die vertragen keine längere Zubereitungszeit auf dem Blech.


Das andere Gemüse kommt wieder in den Ofen, die Auberginen legen wir schon mal zum Abkühlen auf eine Servierplatte. Ich habe die gute von Ikea für 99 Cent.


Nach 45 Minuten kommt der Rest des Gemüses aus dem Ofen.


Die Paprika sind schön weich.


Die Zwiebeln sind auch schön weich und aromatisch und haben sogar eine appetitliche Farbe bekommen.


Pimientos und Tomaten auf der Servierplatte anrichten.


Hier kann man das grobkörnige Meersalz ganz gut erkennen. Das kann deutlich mehr als schnödes Salz aus dem Salzstock


Leute das ist so einfach, kann mir mal eben jemand erzählen, wieso irgendwer auf Gemüse aus dem Glas zurück greift, oder wieso man sich das so konservig in Restaurants und von Bringdiensten gefallen lässt?


Zehn Minuten geschnippelt und dann 45 Minuten im Ofen, zwischendrin einmal umdrehen und die Auberginen vorzeitig rausgenommen. Voll schwer! Um ein bisschen Flüssigkeit zu haben, kippe ich noch die Öl und Bratsäfte vom Blech und der Ofenform über das Gemüse. Darin sammelt sich auch jede Menge Geschmack.


So großzügig wird man hier quasi für Nixtun entschädigt.


Ich werden mir demnächst noch ein paar weiße Platten zum Anrichten kaufen, weil die auf Fotos besser aussehen, aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.


So kann man das auf den Tisch stellen und jeder bedient sich selbst.


Ersatzweise ist man mit mir verheiratet und lässt sich das schon auf den Teller legen.


Ich liebe diesen reduzierten Geschmack von Gemüse, wenn das Wasser raus ist und der eigentliche Geschmack in den Vordergrund tritt. Wer beim Würzen untertrieben hat, sollte nun noch die Salzmühle und die Pfeffermühle auf den Tisch stellen. 


Dazu ist ein frisches Brot toll, gerne auch selbst gebacken.


Wenn ich mir die Zutaten so anschaue, dann ist mir das versehentlich, sogar vegan geraten. Manchmal übertrifft man doch tatsächlich seine eigenen Anforderungen deutlich. Der Abwasch hält sich auch in Grenzen, weil man nur mit einem Blech und vielleicht einer extra Form gearbeitet hat. Alles richtig gemacht.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Kommentare:

  1. So was mache ich gerne mal und die Gattin fährt darauf ab. Ich finde es interessant, dass du Limette und nicht Zitrone nimmst. Das stelle ich mir dann extra frisch vor. Müssste ich auch mal probieren.

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  2. wie immer sind die ehefrauen schuld. meine frau ist so ne limettenabhängige und schaut bei zitronen eher wie kermit der frosch, weil ihr die meistens zu sauer sind. ich sehe jedes wochenende beim einkauf aus, als wenn ich ne caipirinha party machen möchte. dafür ist das nur zum kochen.

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