Montag, 13. April 2015

Ofenpommes aus frischen Kartoffeln

Frisch ist frisch! Was soll schon schlimmes passieren, wenn man sich seine Pommes frites aus der Tüte macht? Das ist ein weites Feld, denn während hier die frischen Pommes aus ganzen Kartoffeln geschnitten werden, stellen viele Hersteller Ihre Pommes aus Püree her und dann ist da noch gaaaanz viel Platz für Zusatzstoffe, die man hinterher nicht sieht.


Zutaten für vier Personen als Beilage:

1 Kilo Kartoffeln, festkochend
Pflanzenöl
Salz, gerne auch Meersalz

Na wie liest sich die bescheidene Zutatenliste? Die liest sich so, wie sie sich lesen sollte, wenn Pommes etwas taugen sollen. Die Ofenversion ist für Menschen, die keine Fritteuse haben und auch keinen Topf mit 3 Liter Pflanzenfett befeuern wollen, oder sich den Fettfilm auf den Küchenmöbeln ersparen möchten. Als normal denkender Mensch, hat man so eine romantische Zutatenvorstellung, was in Pommes drin zu sein hat. Die Herrschaften von der Industrie, sehen das wie immer etwas anders und so schafft es zum Beispiel Mc Donald's statt drei Zutaten gleich 12 Zutaten in seinen Pommes frites unter zu bringen, von denen da neun nichts zu suchen haben und die nur dazu dienen, länger zu halten und auf der ganzen Welt überall gleich zu schmecken. Das ist also ein Spaß den man sich nicht allzu oft gönnen sollte.


Kartoffeln mit dem Messer in pommesartige Form schneiden.


Pommes auf einem Backblech auslegen. Bitte darauf achten, dass die Pommes jeweils mit einer Seite das Blech berühren, sonst werden sie zumindest bei mir im Ofen nicht braun, weil ich einen Gasofen benutze, der nur Unterhitze hat. Wenn man mit Ober- und Unterhitze arbeitet, dann ist das natürlich noch ein wenig anders.


Pflanzenöl auf das Blech geben, jetzt bloß noch nicht salzen. Das macht man erst beim Servieren. 


Den Ofen auf 220 Grad vorheizen, das entspricht bei mir zwischen Stufe 5 und 6. Wichtig, die Pommes alle 15 Minuten wenden, sonst kleben sie am Blech fest und man rupft beim Wenden immer wieder die krosse Kruste runter. 


Wie gesagt, mein Ofen ist eine lahme Sau und ich brauche 45 Minuten, bis die Pommes frites so aussehen, wie auf dem Foto. Wer Ober- und Unterhitze hat, wird deutlich schneller sein.


So müssen Pommes aussehen, wenn sie nicht aus der Fritteuse kommen. Vor dem Servieren mit Salz aus der Mühle, oder gerne auch mit grobem Meersalz würzen. So wird aus diesem einfachen Gericht mit wenigen Handgriffen eine Delikatesse, denn das ist frisch, knackig und knusprig.


Dazu kann man sich in Windeseile noch selbst Ketchup herstellen und eine schnelle Mayonnaise in drei Minuten anrühren. 


Die Ofenpommes passen hervorragend zu Fleisch, Fisch, Gemüse und auch zum Grillen, wenn man das zuhause macht und nicht gerade am Baggersee.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Kommentare:

  1. Gegen das Ankleben am Backblech hilft Backpapier. Ich verwende aber immer eine spezielle Back-Alufolie (von Toppits), da klebt garantiert nichts. Auch super für Spareribs, Chickenwings etc.

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    1. stimmt, ich sollte mal backpapier verwenden. habe ich sogar zuhause.

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