Samstag, 11. April 2015

Karamellmilchreis in 40 Minuten

Da habe ich echt geschwitzt, ob das gut geht. Bisher habe ich den Milchreis immer mit einem gekauften Sirup im Topf angeschwenkt, bevor ich die Milch eingerührt habe. Dieses Mal war ich mutig und dachte, versuche es doch mal mit selbst gemachtem Karamell. Besser als auf die natürliche Art, geht es ja nicht.



Zutaten:

Zucker zum Topfboden Bedecken
250 Gramm Milchreis
1 Liter Milch zum Kochen
1 Liter Milch zum Aufhübschen


Karamell ist nichts anderes als durch Hitze geschmolzener Zucker mit Röstaromen. Ich finde den Geschmack von Karamell toll und weil ich auch Milchreis mag, bietet es sich natürlich schon fast selbstredend an, aus dieser Kombination etwas zu machen. 


Den Topfboden mit Zucker bedecken und den Herd auf Gas stellen. Da braucht man gute Nerven, weil bei Zucker und Hitze, kommt nach fest, ganz schnell ab, sprich gerade wird der flüssig und schon ist er verbrannt und kann noch einmal neu.


Wenn der Zucker am Rand schon sichtbar flüssig wird, kann man den Milchreis in den Topf geben. Man braucht aber weiterhin gute Nerven, weil zu frühes Umrühren hat zur Folge, dass man zwar wahnsinnig gezuckerten Reis hat, aber kein Karamell.


Hier kann man gut sehen, wie der Zucker dunkel wird und dann kann man die Milchreiskörner auch umrühren, damit sich das Karamell gut um sie herum legt. Nicht zu lange rösten, dann werden sie hinterher beim Kochen nicht mehr richtig weich.


Nun schnell den Liter Milch reinrühren und den Reis schnell vom Topfboden runter kratzen und so lange rühren, bis man spürt, dass der Reis sich überall gelöst hat. Dann auf die kleinste Stufe des Herdes runterdrehen und gegebenenfalls auch noch auf eine kleinere Herdplatte wechseln, damit der Milchreis nicht zu viel Hitze bekommt.


 Deckel auf den Topf legen und eine halbe Stunde Kochzeit einrechnen, sporadisch umrühren. Wenn Ihr das Gefühl habt, der Milchreis wird zu fest und ist nicht mehr flüssig genug, von dem zweiten Liter Milch in den Topf geben. Milchreis hat die dumme Angewohnheit, dass die Milch vom Milchreis aufgesogen wird. Deswegen kann man sich den Milchreis immer wieder hübsch machen, falls man ihn nicht gleich komplett verzehrt, indem man sich eine kleine Portion abnimmt und die mit einem kleinen Schuss Milch kurz lauwarm auf dem Herd anwärmt. Dann ist der Milchreis nicht so klebrig und deutlich lockerer.



So sieht der Karamellmilchreis nach einer halben Stunde kochen aus. Man beachte die schöne karamellige Farbe. Das kann man leider nicht schön fotografieren, aber wie gesagt, wer Karamell mag, wird den Milchreis so lieben.


Karamellfetischisten und andere Langweiler können den so schon löffeln, ohne noch eine leckere Frucht- bzw. Soßenergänzung dazu zu zaubern.


Ich habe dazu zwei fruchtige Kompottversionen mit Erdbeeren gekocht. Für die lieben kleinen und die schwangere Ehefrau eine angedeckte Soße mit frischer Vanillestange. 


Für alle nicht abstinenten Erwachsenen eine Erdbeersoße mit weißem Rum. Prost! 


Karamellmilchreis ist auf jeden Fall extrem steiles Zeug und den kann ich zum Nachkochen nur sehr empfehlen. Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.



Kommentare:

  1. Für mich als Milchreis-Fan ist das natürlich genau das richrige ;-)

    Danke und Gruß,
    Jens

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    1. ich konnte mit milchreis nie etwas anfangen. das habe ich mir eigentlich erst für den blog selbst erkocht.

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