Mittwoch, 11. Februar 2015

Pizza Pendejo mit Bacon und Backpflaume

Herzlich willkommen in Glatzkochs perverser Pizzawelt. Pizza Napoli, Prosciutto Funghi, Quattro Dingenskirchen kennen wir alle bis zum Abwinken. Wenn man jeden Tag neben der gleichen Frau aufwacht und jahrelang das gleiche Auto fährt, dann hat man sich wenigstens auf dem Teller ein wenig Abwechselung verdient. Wer fifty Shades of grey liest und das Kopfkino anschaltet, darf im Gegenzug auch bei Pizza seinen Horizont erweitern. Gegen das alles, gibt es keine Paragraphen im Strafgesetzbuch, also ran an den Sarg und mitgeweint.


Zutaten:

Pizzateig selbst gemacht
Pizzasoße selbst gemacht
Bacon
Backplaumen
geriebener Käse
Oregano
Basilikum

Überall wo ein Wort farblich unterlegt ist, verbirgt sich ein Link zu einem Rezept, also gerne anklicken, dann seht Ihr genau wie es gemacht wird. 


Den Pizzateig habt Ihr schon durchgelesen? Ganz wichtiger Grundlagenbeitrag. Danach Habt Ihr keinen Bock mehr auf Trockenhefe und Fertigteig. Ihr gebt einen ordentlichen Teigklecks auf eine bemehlte Arbeitsfläche und mehlt den Teig auf. Einfach den Teigklecks mit dem Mehl von der Arbeitsfäche verkneten, bis kein Teig mehr an den Fingern kleben bleibt.  Mit dem Nudelholz ausrollen.


Der Teig lässt sich mühelös mit dem Nudelholz auf einem Holzbrett ausrollen. Hier kann man sehen, dass ich gleich eine ganze Batterie Bleche gebacken habe. Alle mit verschiedenen Pizzen. Ihr könnt Euch also noch auf paar neue Rezepte freuen.


Die Pizza wird mit der selbst angerührten Pizzasoße bestrichen.


Weil ansonsten nicht viel Zutaten auf die Pizza kommen und damit der Boden nicht so trocken wird, die Pizza mit einer ordentlichen Ladung geriebenem Käse bestreuen.


Für den Belag brauchen wir handelsüblichen Bacon


Bacon in der Mitte halbieren, das reicht um eine Backpflaume zu umwickeln


Backpflaumen mit Bacon umwickeln. Viel kann viel. Ich habe bei dem Rezept versucht, es optisch gut aussehen zu lassen, aber Ihr könnt natürlich noch mehr eingerollte Backplaumen als Auflage nehmen, als ich das für die Fotos gemacht habe.


Die Pizza mit den eingerollten Backpflaumen belegen


Hier ist das Kunstwerk noch einmal aus der Nähe.


Der Ofen sollte jetzt schon mit richtig Dampf vorgeheizt sein. Ich habe einen Gasofen, der nur Unterhitze hat und den lasse ich auf voller Kraft laufen. Mein Tipp an Euch ist, KEINE Oberhitze und erst recht keine Umluft zu benutzen, dann wird die Pizza schnell keksig und das mag ich überhaupt nicht, weil das nicht authentisch ist. Wegen des Backens, verweise ich Euch gerne auf meinen Link Meine Pizza, Dein Ofen, da gehe ich darauf ein, worauf man beim Backen achten sollte.


Nach zehn Minuten Unterhitze, kommt diese Kostbarkeit aus meinem Ofen. Wie geil ist das denn? Der Bacon ist gut durch, die Backpflaumen schön weich und schmecken in der Kombination mit dem salzigen Bacon echt hammermäßig. Auf die Idee hätte ich vorher auch schon kommen können.


Meine Frau fand das erneut nicht italienisch genug und vertritt die Meinung, dass sowas auf einer Pizza nichts zu suchen hat. Ich habe mir aber objektive Hilfe geholt und sowohl meine Töchter und Arbeitskollegen als Testesser benutzt. Alle waren durch die Bank weg überrascht und begeistert, was das für ein toller Kontrast ist und wie gut das zusammen funktioniert.


Ich war ganz fest der Meinung, dass da nicht mehr viel an abgefahrener Pizza kommen kann, bis ich einen Tag später eine Pizza Grünkohl mit Kassler, Mettenden und Grützwurst gesehen habe. Alter Falter... das Gesicht meiner Frau, als ich ihr die Zutaten vorgelesen habe, ist echt unbezahlbar gewesen.


Schaut Euch mal eine dünne Pizza an. Das ist nicht das Modell gebackener Bierteig, sondern so dünn ausgerollt, dass man dadurch Zeitung lesen könnte. Der Boden ist dazu auch noch schön kross. Das ist wirklich ein richtiger Genuss.



Ist schon klar, dass sie einem in Italien kein Denkmal für die Zutaten errichen werden, aber das ändert nichts daran, dass Pizza dann besten ist, wenn Sie Euch schmeckt.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

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