Samstag, 28. Februar 2015

Knusprige Hähnchenteile in 45 Minuten

Schnelles Familienessen in einer Stunde. Wir haben dazu nur am Wochenende die Gelegenheit und wollen dabei möglichst viel vom Tag haben und nicht in der Küche stehen. Deswegen probiere ich immer wieder etwas anderes aus, bei dem alle mitessen mögen. Wenn Kinder am Tisch sind, muss es nichts mit viel Chi Chi sein, sondern es muss denen einfach nur schmecken und je weniger man dabei erklären muss, desto besser. Wenn es dann auch noch den Eltern schmeckt, dann ist es rund!



Zutaten für vier Personen

2 Kilo Hähnchenteile
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
1 Kilo Kartoffeln für Kartoffelecken (Rezept kommt)
Bananenketchup selbst gemacht

Die Kunst bei Hähnchen besteht darin es von außen möglichst knusprig zu bekommen und einen guten Garpunkt zu finden, bei dem sich das Fleisch gut vom Knochen löst und gleichzeitig nicht so trocken ist, dass man die Fleischfaser von vorne nach hinten durchziehen kann. Deswegen braucht man eine ordentliche Grundtemperatur und eine nicht zu lange Garzeit. Immer wenn Wörter farbig unterlegt sind, dann ist darunter ein Link hinterlegt. Wenn Ihr den anklickt, kommt Ihr auf das jeweilige Rezept.


Fleisch von beiden Seiten salzen


Pfeffern und mit Paprikapulver bestreuen. Den Gasofen habe ich auf Stufe 5 vorgeheizt. Der hat aber nur Unterhitze. Wenn Ihr einen Ofen mit Ober- und Unterhitze habt, dann werdet Ihr zwischen 175 und 200 Grad landen. Ich habe das Fleisch zuerst so auf das Blech gelegt, dass das was ich am Ende als Oberseite zeigen möchte, auf dem Blechboden liegt.


Nach einer halben Stunde, werden die Hähnchenteile umgedreht. Dann ist die Haut, die auf dem Blech lag, schön kross. Die andere Seite noch 15 Minuten im Ofen garen.


Nach insgesamt 45 Minuten im Ofen ist das Fleisch genau richtig. Krosse Haut, zartes Fleisch, das sich leicht von den Knochen löst, ohne dass es noch irgendwie blutig wäre. Wer ordentlich gewürzt hat, bekommt ein leckeres Fleisch.


Da habe ich mich einfach mal getraut. Normal lege ich auf die Haut keinen großen Wert, sondern gehe lieber mit Niedrigtemperatur über Stunden, damit das Fleisch zart ist. Hier habe ich dann mal normal Gas gegeben und es eine halbe Stunde auf der Stelle liegen lassen. Alles richtig gemacht, denn die Haut ist wirklich schön knackig geworden.


Als Beilage habe ich dazu Kartoffelecken gemacht und ein Bananenketchup . Das kann man beides ganz locker nebenher machen, wenn die Hähnenteile im Ofen liegen.


Die Kartoffelecken sehen gut aus, oder? Dafür habe ich mir extra für Euch etwas neues ausgedacht, bei dem man ohne eine Fritteuse besitzen zu müssen, auf sein adäquates Ergebnis zu kommen.



Geschmacklich ganz weit vorne, Bananenketchup. Die fruchtig pikante Note macht aus einem 0815 American Diner Essen gleich eine ganz andere Preisklasse. Frische Kartoffelecken sind halt auch frisch und nicht so lappig, wie Tütenzeug aus der Truhe.



Die Zeit hat sogar noch für einen Krautsalat mit Apfel gereicht.


Der ist Euch sicher viel zu gesund und Ihr wollt das Rezept dafür gar nicht haben.


Schaut sich vielleicht mal jemand die Kartoffelecken an? Sind die goldbraun, oder sind die goldbraun? Die Kinder haben jedenfalls gefressen wie die Raupen. Die wurden vorher bestimmt von den Körperfressern geholt, wenn ich mir überlege, was das manchmal für ein Gesinge bei Tisch ist, bis die Ihren Teller mal leer haben. Bei solchen Gerichten ist man am Ende froh, wenn die Menge gereicht hat, weil plötzlich kleine Kinder scheinbar einen Raubtiermagen haben. Wer von Euch so ne Horde Mäkelgören sein Eigen nennt, hat hier vielleicht mal eine diskussionsfreie Mahlzeit entdeckt.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


Kommentare:

  1. Wie da so ist, wir hatten heute Kinderbesuch und ich habe ein ganzes Blech mit Hähnchenteilen gemacht. Würzung mein dry rub mit Olivenöl. Nur so als Orientierung - im Ofen mit Umluft ist die Angelegenheit bei 220° C nach gut 25 Minuten durch - abhängig von der Größe der Hähnchenteile und der tatsächlichen Ofentemperatur. Bei Ober- und Unterhitze und niedriger Temperatur (120 - 140° C) dauert es schon bis zu vierzig Minuten. Wenn beim Anstechen des dicksten fleischigen Teils klarer Saft austritt, ist der Vogel verzehrbar.

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  2. wohl dem, der so fähige mitleser hat. bin mal gespannt, wie lange ich noch mit dem gerontenofen rumbasteln muss. eigenlich hätte ich mir auch mal so einen sechs flammigen gasherd verdient mit einem richtigen ofen drin.

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