Donnerstag, 31. Juli 2014

Kartoffelecken - Potato Wedges

Keiner hat immer Lust auf stinknormale Kartoffeln, aber hochwertiger als ordinäre Pommes, darf es auch gerne sein. Ich habe eine gute Alternative für Euch. Kartoffelecken, seit fünfzehn Jahren auch in der Provinz bekannt, unter dem Namen Potato Wedges. Hier kommt die Version, ohne Tüte aus der Kühltruhe und ohne frittieren, sondern frisch und aus der Pfanne.


Zutaten:

1 Kilo festkochende Kartoffeln
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
Pflanzenöl

Die Kartoffeln werden zu Schiffchen geschnitten und in eine Bratpfanne gelegt. Damit das Garen leichter wird, füllen wir soviel Wasser in die Pfanne , dass die Kartoffeln halb mit Wasser bedeckt sind. Sparsam salzen, ordentlich Pfeffer, reichlich Paprikapulver hinzu geben und den Herd auf Vollgas stellen


Wir sparen erstmal beim Salz, weil es mit dem Wasser verkocht. Lieber später nachsalzen, als vorher versalzen. Wenn das Wasser verkocht ist, bleibt das Öl in der Pfanne und wir gehen direkt vom Kochen zum Braten über. Dann regeln wir wie bei Bratkartoffeln auf mittlere Hitze runter. Wichtig ist, die Pfanne nicht zu voll machen, damit immer genug Bratfläche da ist, um die Kartoffelecken gleichmäßig bräunen können. Nicht immer nervös in der Pfanne rumrühren, sondern den Kartoffeln ein wenig Zeit geben, mal auf einer Stelle zu liegen und zu bräunen.


Hier sind wir schon beim Braten, wenn das Wasser verkocht ist.



Die Kartoffelecken werden mit jeder Minute besser. Ich rechne von Anfang bis Ende ca 25 bis 30 Minuten. Wie immer kommt nach fest, ganz schnell ab. Die einzige Schwierigkeit ist hier wirklich einen guten Garpunkt zu finden, dass alle Kartoffeln eine schöne Farbe haben und auch kross sind, bevor sie zu dunkel werden. 


Das kann man an normalen Tagen als Hauptgericht essen, oder auch als Beilage zu Fleisch, Fisch, oder vegetarischen Gerichten. Das ist der klassische Sattmacher zu einem leckeren Essen. 


So trocken ist es lecker, aber ich würde dazu einen Kräuterquark servieren, oder ein selbstgemachtes Ketchup


Die Kartoffelecken sind ein gutes Beispiel, wie man sich mit wenig Material und Aufwand eine wohlschmeckende Mahlzeit bereiten kann, die einem extrem aufzeigt, dass selbst gemacht, immer besser schmeckt, als gekauft und dass es sich lohnt. 


Das ist auch eine gute Fingerübung für Kochnieten, bei der sich schnell die Erfolgserlebnisse einstellen. 


Also Feierabend mit dem ganzen Tiefkühlzeug und dem ganzen Dreck, aus zusammengefügtem Kartoffelmehl und Brei


Ich freue mich ja schon, dass Ihr bis zu der Stelle gelesen habt.


Und nun wünsche ich gutes Gelingen und viel Spaß beim Nachkochen..


...und einen guten Appetit








Mittwoch, 30. Juli 2014

Birnenkuchen in zehn Minuten

Aua sagt der Bauer, die Äpfel sind zu sauer, die Birnen sind zu süß und morgen gibt's Gemüs.
Da nehme ich lieber die Birnen, wenn ich wählen kann. Wir befinden uns immer noch im Kindergeburtstagsmodus und brauchen ein paar schnelle Kuchen, die Kindern und Eltern schmecken. 


Irgendeinen guten Grund für einen Kuchen gibt es immer. Lebensqualität für einen selbst, einfach ein gastliches Haus, für jeden der kommt, zu sein, Geburtstag, oder Einstand, Ausstand und was Euch sonst noch einfällt. Das muss trotzdem nicht in Arbeit ausarten.  

Zutaten für ein kleines Backblech ca 1/2 Ofengröße:

Dafür nehme ich das halbe Rezept.

1,5 Kaffeepötte Mehl
1/2 Kaffepott Zucker
1/2 Kaffeepott Pflanzenöl
1/2 Kaffeepott Mineralwasser
2 Eier
1 Tüte Backpulver
gehobelte Mandeln nach eigenem Gusto
4 kleine Birnen
Zitronensaft, zum Marinieren der Birnen
Zimt und Zucker zum Bestreuen der Kuchen


Die Birnen schneide ich in Spalten und trenne das Kerngehäuse raus. Damit sie nicht braun werden, mariniere ich sie mit Zitronensaft. Den Ofen stelle ich bei Gas und Unterhitze schon mal auf Stufe 4 ein und heize 10 Minuten vor. Beim Elektroofen mit Ober- und Unterhitze würde ich 175 Grad nehmen und eine Backzeit von 35 bis 40 Minuten einplanen. Bei dem dünnen Teig im Gasofen rechne ich mit ca 45 Minuten, weil ziemlich viel Obst dabei ist.


Für den Teig Mehl, Zucker, Öl, Mineralwasser, Backpulver, 2 Eier in eine Rührschüssel geben und mit einem Kochlöffel umrühren, bis der Teig glatt ist.


Dann die gehobelten Mandeln hinzu geben und unterrühren.


Danach wird der Teig auf dem kleinen Backblech verteilt. 


Anschließend drücke ich die Birnenspalten in den Teig


Das ist so einfach, wie es aussieht und der Kuchen schmeckt deutlich besser, als das bisschen Aufwand, das man damit hat. 


Wenn die Backzeit um ist, mit einem Zahnstocher in den Teig stechen. Wenn hinterher kein Teig mehr daran klebt, dann ist der Kuchen durchgebacken. 


Nun noch ein wenig Zimt und Zucker über den Kuchen geben und einziehen lassen. 


Zeit für den großen Geschmackstest. 


Sehr lecker. Die Mandeln geben dem Kuchen einen angenehmen Biss.


Die leichte Säure in den marinierten Birnen, passt prima zu der Zucker-Zimt Mischung, die wir am Ende noch über den Kuchen gegeben haben. 


Das ist ein klassischer Blechkuchen, der jeden Tag schmeckt.


Damit gewinnt man keine Backwettbewerbe, aber niemand der weiß, wie schnell und einfach das geht,...



...wird sich so einen Großbäckereitrümmer aus einer Backmischung hergestellt kaufen, wenn er sowas mit Liebe und für kurzes Geld hergestelltes selbst machen kann. Da liegt wohl unser Problem, dass alle glauben, sie hätten eigentlich keine Zeit und alles andere wäre wichtiger. NEIN!

Deswegen viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

Tomaten mit Reisfüllung

Das ist nichts für lange Winterabende, aber perfekt für den Sommer bei dreißig Grad und es macht sich fast nebenbei. Ein ganz schmales Rezept, auf das wesentliche reduziert, das nur wenige Zutaten benötigt und einen nicht lange an den Herd fesselt.


Zutaten für zwei Personen

4 Tomaten
1 Zwiebel
Basmatireis
Salz
Pfeffer
Zucker
Petersilie
Knoblauch, wer mag
Olivenöl

Wir fangen mit dem an, was in der Vorbereitung am längsten dauert, also einen Topf mit Salzwasser auf den Herd stellen und Basmati Reis nach der Packungsangabe kochen. Ich lege den Reis schon ins kalte Wasser und fülle im Vergleich zur Reismenge, gut die doppelte Menge Wasser ein. Wenn der Reis gekocht ist, hat der das komplette Wasser aufgenommen und man muss nichts mehr abkippen. Mit dem Salzen nicht übertreiben, denn das bleibt später im Reis. Wenn das Wasser kocht, mit der Temperatur runtergehen. Wenn der Reis in den Topf geht, können wir auch schon den Ofen vorheizen. Stufe 5 beim Gasherd, oder 200 Grad beim Elektroofen mit Ober- und Unterhitze.


In der Zwischenzeit kümmern wir uns um die Tomaten


Deckel abschneiden


Mit einem Esslöffel, das Innenleben  heraus holen. Das legen wir in eine größere Schüssel, um es hinterher noch weiter zu verarbeiten. 


In der Schüssel ist jetzt das, was wir mit dem Esslöffel aus der Tomate geholt haben.


Bis auf den grünen Strunk in der Mitte, schneide ich das klein...


...und gebe es wieder zurück in die Schüssel


Würzen mit Salz, Pfeffer, Zucker. Zwiebel klein schneiden, Petersilie hinzu fügen. Wer mag, kann auch noch Knoblauch dazu geben, dann knallt es noch ein bisschen doller, oder Peperoni. 


nach gut 10 Minuten ist der Reis fertig gekocht


Den Reis geben wir nun in die Rührschüssel, in der wir die Tomatenstück zwischengelagert haben. 


Das ist nun unsere Basis für den guten Geschmack, den das Gericht am Ende hat. Das ist ein vegetarisches Gericht und trotzdem schmeckt es sehr voll. 


Mit einem Esslöffel, werden die ausgehöhlten Tomaten mit der Reis-Tomaten Mischung gefüllt.


Ich schwöre auf Edelstahlformen für den Ofen. Ich kann gar nicht sagen, ob ich die von Metro, oder von Ikea habe, aber das ist eine Anschaffung für hundert Jahre und Ihr solltet Euch mal den Gefallen tun und Euch eine größere Menge dieser Formen kaufen, damit man zeitgleich, verschiedene Komponenten im Ofen zubereiten kann. Einfach mal den Backofen ausmessen und dann die Formen so kaufen, dass man vier Stück in den Ofen stellen kann.


Die gefüllten Tomaten in die Ofenform stellen, Deckel auf die Tomaten packen, Salz, Pfeffer, Zucker auf die Tomaten streuen..


... und bevor es in den Ofen geht, noch einen Schuss Olivenöl dazu geben.


Nun habt ihr 45 Minuten Zeit zum Tisch dekorieren, Salat machen, oder wonach Euch gerade der Sinn steht.


Ooops, gelogen.... Ihr habt nur 40 Minuten, denn damit das besser rutscht, habe ich noch eine Basilikum Mayonnaise gemacht. Ist nur für zwei Personen, also auch ein kleiner Ansatz.


So muss das aussehen, dann klappt es auch mit der Nachbarin.


Die Tomate habe ich im Ofen vom geschmacklosen Wasser befreit


Die Reisfüllung hat einen sättigenden Effekt und man hat nicht den Eindruck auf irgendwas verzichtet zu haben, bei diesem leckeren und vor allem einfachen Sommergericht.


Wer vorausschauend wirtschaftet, hat vielleicht auch noch ein selbstgebackenes Brot als Beilage?


So sicher, wie das Amen in der Kirche, wäre das kein Rezept von mir, wenn hier kein Rezept für einen Salat, als Querverweis stehen würde.


Viel Spaß beim Nachkochen...


... und einen guten Appetit