Donnerstag, 29. Mai 2014

Pizza Burrata - for women only




Ein freundliches herzlich willkommen an die Damenwelt, denn alle männlichen Leser, die nicht auch Tee trinken, oder Katzen halten, haben gleich weiter geklickt. Den Begriff Burrata haben viele sicherlich noch nicht gehört, denn das ist ein italienischer Käse, der da anfängt, wo Mozzarella schon lange aufgehört hat. Dazu kommen wir später, weiter unten im Text.

Hier habe ich für Euch die absolute Killerpizza, die alles kann, was Frauen mögen, außer Gedankenlesen, die Klamotten beim Ausziehen über den Stuhl zu hängen, auch in den Ecken zu putzen, oder die Küche nach dem Kochen, wieder in den Auslieferzustand der Fabrik, zu versetzen.

Ich habe die Pizza in der Form noch nirgendwo auf einer Karte beim Italiener gesehen und weil ich jeden Tag bemüht bin, die kapriziösen, unformulierten Essenswünsche meiner Ehegattin zu treffen, muss ich ständig etwas Neues erfinden, Bewährtes mit vielleicht passendem kombinieren und immer noch mal einen drauf setzen. 

Deswegen reklamiere ich die Erfindung der Pizza Burrata, in dieser Form, jetzt einfach mal für mich, damit es da nicht später Streit, wie bei der Erfindung der Currywurst gibt. Falls Euch mal jemand fragt, der Glatzkoch war's!

Jede Pizza ist natürlich nur so gut wie Ihr Teig. Wie der geht, seht Ihr hier: 
Pizzateig für doofInnen
 

 Nun ist es Zeit, sich um die Auflage zu kümmern. Damit die Pizza nicht so trocken wird, macht man immer wieder den Spagat, einen nicht zu flüssigen, geschmackvollen Untergrund für den weiteren Belag zu schaffen, der das Aroma unterstreicht, den Teig beim Backen, aber auch nicht durchsuppt. Das klingt schwieriger, als es ist. 

Passend zur Pizza Burrata, habe ich mir ein Pesto einfallen lassen, das im Handumdrehen fertig ist und ab jetzt Euer neues Lieblingspesto wird. Pesto in drei Minuten

 

Das sieht doch schon mal ganz gut aus! Mit einem Esslöffel wird das Pesto auf dem Pizzateig verteilt. (bitte noch ein wenig Pesto, zum Dekorieren der fertigen Pizza übrig lassen)


Zutatenliste für die Auflage:
Burrata
Tomaten
Basilikum
Salz
Pfeffer
Zucker
Pinienkerne


Tomatenscheiben, nicht zu dick geschnitten, damit die Pizza nicht beim Backen durchsuppt, ja ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich kenne Euch, auf die Pizza legen, mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen

Und da ist er jetzt, der sagenumwobene Burrata, ursprünglich aus Apulien. Ohne den jetzt beleidigen zu wollen, ist er im Prinzip so etwas Ähnliches wie Mozzarella, aber Mozzarella hat gute 40 % Fett und Burrata 62 % Fett. Schönen Gruß von Deiner Waage.
Ein Burrata kostet ungefähr zwischen drei bis fünf Euro, in sofern wird man sich damit den Kühlschrank nicht randvoll machen und wer von seinem "richtigen" Essen satt und glücklich ist, futtert hinterher auch kein dummes Zeug mehr, wie Schokoladentafeln am Stück. Das muss einfach mal drin sein. Der Burrata macht schon beim Schneiden einen guten Eindruck. Er ist deutlich zarter, als ein schnöder Mozzaralla und innen regelrecht sahnig butterig.

Burrata auf der Pizza auslegen und dann wird es langsam Zeit, dieses Kunstwerk zu backen, wie das geht, erfährst Du hier: Pizzabacken mit DEINEM Ofen

Die Pizza Burrata fühlt sich hier, schon gut sichtbar, im Ofen pudelwohl. Burrata zerläuft wie gemalt. Ein Traum in grün, weiß und rot


Nach zehn Minuten im Ofen, habt Ihr eine perfekte Pizza. Jetzt noch schnell mit dem Pesto, ein paar Pinienkernen, und ein wenig frischem Basilikum dekorieren


Schmeckt noch besser, als es aussieht, garantiert

Das ist so ziemlich die edelste und raffinierteste Pizza, die ich kenne. Der knackige Boden korrespondiert sehr schön mit dem cremigen Käse, den fruchtigen Tomaten und dem hammerleckerem Pesto. Das sind die Momente, in denen ich am liebsten selbst mit mir Sex haben möchte. 

Nachbacken und genießen, dann versteht Ihr was ich meine. Gutes Gelingen und viel Spaß.




Pinienpesto

Pinienpesto

Schnelles Pesto in drei Minuten.



Wieso sollte man  sich sein Pesto selbst machen, wenn man es doch überall im Supermarkt kaufen kann? 

Weil Du es so machst, wie Du es magst und nicht so, damit jemand Anderes daran möglichst viel Geld verdienen kann! 

Eigentlich ist es noch viel schlimmer, denn bei dem, was Dir überall angeboten wird, geht es darum, an einem Artikel der sowieso schon nicht viel kostet, immer noch irgendwie Geld zu verdienen. 

Das geht nur, wenn man überall spart und immer mindestens eine Nummer schlechter nimmt, als Du es selbst machen würdest, die Wertigkeit der Zutaten nach unten korrigiert, zB. Olivenöl durch Pflanzenöl ersetzen, Dinge anders aussehen zu lassen, als sie eigentlich sind, färbt, konserviert, manipuliert und im Gegenzug ein schönes Etikett drauf pappt und irgendwas von hausgemacht, nach Mutters Rezept und oft kopiert und nie erreicht, auf die Packung klebt. 

Der schmierigste holländische Lebensmittelverfälscher, erfindet sich dafür auch gerne noch mal einen italienischen Markennamen, damit Du glaubst, es wäre total authentisch und man muss es gar nicht selbst machen. Bei Deinem nächsten Supermarktbesuch, mache dir die Freude, lies Dir die Giftliste durch und staune, was die alles dafür brauchen, bis das Pesto im Glas ist. Danach weißt Du, Pesto muss man selbst machen!


Zutatenliste
Basilikum
Limette
Salatherz
Olivenöl
Balsamico Essig
Salz
Pfeffer
Zucker
Pinienkerne

Meine Einleitung zu lesen, dauert jedenfalls ungefähr so lange, wie Du brauchst, Dein persönliches Pesto zu machen.

Pinienkerne in einen Mixbecher werfen. Wenn Du keine Pinienkerne hast, kannst Du auch Mandeln, oder Nüsse aller Art nehmen. Limettensaft ausdrücken, oder auspressen und rein damit
Salatherz schneiden, in den Mixbecher stopfen, Salz, Pfeffer, Zucker und einen kleinen Schuss Balsamico Essig und ordentlich Olivenöl  in den Becker geben.
Mit dem Pürierstab beherzt bis nach unten durchpürieren
Und schon hast Du ein leckeres Pesto, für viele Gelegenheiten, in das Du auch noch einen Hartkäse, wie Parmesan, reiben könntest, wenn Dir der Sinn danach stünde.
Es eignet sich als Untergrund für Pizza, oder auch für Nudeln
Wie lange hat das jetzt gedauert? drei Minuten, oder waren es fünf? Nachdem Du es probiert hast, reden wir nicht mehr von dem Glas, versprochen!



Männerpizza - total frauenfeindlich




Mit dieser Pizza ist das ganze Jahr Vatertag. Die habt Ihr Kerle immer für Euch alleine, denn 99 % aller Frauen bekommen die nicht durch den Hals.

An dieser Stelle entschuldige ich mich schon mal bei denen, die gedacht haben, eine Männerpizza bestünde aus einem Kilo Hack, fünf Bratwürsten und einer Biersoße. Nein, diese Pizza bringt dich nicht um, sondern sie macht Dich nur härter!
 
Diese teiggewordene Grenzerfahrung, reinigt Euren Körper einmal komplett durch, brennt zwei Mal, eignet sich hervorragend als krasse Mutprobe bei Junggesellenabschieden, als kniffelige Aufgabe als Einstand oder Ausstand, zum Maulstopfen für notorische Großfressen, als super Grundlage für einen zünftigen Umtrunk, oder weil man einfach mal Lust auf eine scharfe Pizza hat. So eine richtig scharfe Pizza, wenn Ihr versteht, was ich meine. 

Das Rezept für den Pizzateig bekommt Ihr hier

Das streng gehütete Geheimnis für die Tomatensoße




Der Belag der Pizza ist ziemlich einfach gehalten:
Tomaten in Scheiben schneiden
Zwiebelringe schneiden
Pepperoni schneiden, aber nicht solche Mädchenpepperoni, sondern SCHARFE!
Salz und Pfeffer aus der Mühle, sowie noch ein wenig Oregano und Basilikum auf der Pizza verteilen



Zur Feier des Tages, die Pizza mit Mozzarella belegen, weil das eleganter als Edamer ist
Tipps zum Backen: Pizza backen wie die Profis
Nach zehn Minuten haben wir eine extrem knackige Pizza, mit zart zerflossenem Mozzarella, würzigen Zwiebelringen, aromatischen Tomaten und einem knallig scharfen Aroma, das die Lebensgeister weckt. Mein absoluter Favorit, gerade weil die einfachen Dinge manchmal durch ihre Schlichtheit bestechen.

Viel Mut beim Nachbacken und guten Appetit. Wer es extra lustig haben will und mal 10 Minuten schweigen am Tisch wünscht, bietet seiner Frau auch ein Stück der Pizza an ;-)

Mittwoch, 28. Mai 2014

In einer Stunde ums Mittelmeer

Entspanntes Sommeressen

Hallo FreundInnen der mediterranen Küche, habt Ihr eine Stunde Zeit? Prima! 

Dann nehme ich Euch mit auf die Reise ans Mittelmeer. Den Geschmack von Sommer, Sonne und diese Leichtigkeit, die der nordeuropäischen Küche so komplett abgeht, wollen wir uns heute in einer Stunde auf den Tisch zaubern. 

Ihr kennt das ja im Süden, da gibt es immer viele verschiedene Dinge aus unterschiedlichen Komponenten, die sich prima miteinander ergänzen lassen, die alleine als Gang gut bestehen können, oder auch als Bestandteil einer kompletten Mahlzeit funktionieren. Die einen nennen es Tapas, die nächsten Antipasti, in Deutschland heißt es VEGETARISCHE KÜCHE!

Wir kündigen dem Spaß schon mal vorher das Abo auf und genießen nicht das, was wir auf dem Teller haben, sondern müssen schon mal vorher dokumentieren, dass es VEGETARISCH ist. Bei uns stirbt nur der Salat den Heldentod. 

An dieser Stelle mal der dezente Hinweis, dass man auch komplett kathegoriefrei genießen kann, ohne noch einmal extra darauf hinweisen zu müssen, dass es vegetarisch ist. Mir ist im Zusammenhang mit Gerichten noch nie der Gedanke gekommen, huch, da war ja gar kein Fleisch dabei. Wem das immer noch zuviel Freude ist, der soll nach Skandinavien fahren und sich für 300 Euro Stroh und Heu in fünf bis neun Gängen servieren lassen, das ist da gerade der Hype schlechthin. 

Falls Ihr eine Message braucht, hier ist sie. Essen soll Spaß machen, schmecken und ganz wichtig, Glücksgefühle auslösen. 

Zu langes Intro? Fick Dich, mir war gerade danach!

Fangen wir mit der Sättigungsbeilage an, Limettenkartoffeln. 
Oft kopiert und nie erreicht. Die Gemüse gewordene Arbeitserleichterung, kinderleicht in der Zubereitung und immer wieder ein Kracher, bei alt und jung. Die Damen Emma und Margarete würden dafür auch Ihr Taschengeld stiften. Die Zubereitung findet Ihr hier:Limettenkartoffeln 

Der geneigte Veganer muss jetzt ganz stark sein, wir verarbeiten auch Milchprodukte ;-)
Damit die Kartoffel besser rutscht, hier mein total gewaltfreier Kräuterquark, ratzfatz gemacht, ohne Chemie und Konservierungsstoffe, wenn man die Limette nicht dazu zählen möchte, weil sie konserviert, ok. und das Salz vielleicht noch. Korrespondiert auch ausgesprochen gut mit den Gemüsen, die gleich noch kommen, aber dazu später mehr.

Kräuterquark in drei Minuten, wenn Du langsam machst

Und weil Gemüse immer noch mein liebstes Gemüse ist, im Gegensatz zu allen, die immer meinen dass das totaaaaal witzig wäre, wenn man seine eigene Dummheit noch unterstreichen muss, indem man betont, dass Fleisch das liebste Gemüse ist, haben wir als Leberhaken, ab jetzt nur noch so vegetarisches Zeug, das man ohne abgeschlossenes Studium der Geisteswissenschaften und als Mann eigentlich gar nicht anfassen darf.
wie zum Beispiel: überbackene Aubergine mit Mozzarella

Weil man auf einem Bein nicht stehen kann, hier noch die zweite Gemüsekomponente aus dem Ofen, die es sich prima die kompletten 30 Minuten Backzeit zusammen mit den Auberginen im Ofen gemütlich machen kann. Die unterschätzte Zucchini, hier ist die Ehrenrettung: Zucchini, auch das noch ;-)
Falls es noch einen unter Euch gibt, der mich in diesem Leben noch nicht verklagt hat, jetzt kommt die einmalige Gelegenheit, denn ich schädige Euch obendrauf noch mit einem unvorhergesehen Vitaminschock: Tomatensalat - Kein Grund zu klagen!

Falls sich keiner die Pfoten verbrannt hat, weil ich nicht darauf hingewiesen habe, dass der Ofen heiß und das Leben an sich gefährlich ist, habt Ihr jetzt alle ein leckeres Gericht vor Euch stehen und ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und noch mehr guten Appetit beim Genießen.









Zucchini - schmeckt nicht nur Mädchen

Zucchini - darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an
Da liegt es, das alte Langweilergemüse. Als der Geschmack verteilt wurde, hat es wohl irgendwie vergessen "hier" zu rufen. Mann, Mann, Mann, mit welchen geschmacksbefreiten Kompositionen, haben sie einen mit diesem Zeug schon gequält? Komm, wir gründen eine Ortsgruppe, der anonymen Zucchini Verächter!

Na ja, eine Chance geben wir der geschmacklosen Aushilfsgurke noch. 

Lassen wir es den Weg des ordinären südländisch, italienischem Gemüse gehen und schneiden es in Scheiben, würzen es mit Salz, Pfeffer, Zucker, Limette, ein wenig Olivenöl drauf und ab in den vorgeheizten Ofen bei stufe 5-6 im Gasofen, oder 200 grad Unterhitze in jedem anderen Ofen. Nach 15 Minuten wenden und dann noch einmal 15 Minuten von der anderen Seite. Singles und scheidungswillige können es auch in der Pfanne braten, aber es ist wie bei allen anderen Gerichten, bei denen Fett spritzt, Deine Frau notiert das im Geiste mit, wie dreckig die Küche war und wer sie anschließend sauber gemacht hat, geschweige denn ob du es so sauber gemacht hast, wie es ihrem Anspruch genügt, also NIE!
Nach insgesamt 30 Minuten erfreuen wir uns an gut gebräunter Zucchini, wenn sie jetzt noch schmeckt...
... dann füllen wir sie das nächste Mal mit Hack. Geht klar!

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen. 

Tomaten - jetzt haben wir den Salat

Tomatensalat

Zutaten
Ich rechne für einen Beilagensalat bei mittelgroßen Tomaten pro Esser 1-2 Tomaten, je nachdem wie gerne jemand Tomaten mag.
Salz aus der Mühle
Pfeffer aus der Mühle
Zucker
Olivenöl
1 Zwiebel
Basilikum frisch
Knoblauch, wenn man nicht noch fremde Personen an dem Abend ansprechen möchte.
Balsamico Essig

Die Tomaten sollten möglichst reif, möglichst weit weg von Holland gezogen worden sein und von Euch liebevoll in mundgerechte Stücke geschnitten worden sein. Essig und Öl und die Gewürze, erst kurz vor dem Servieren hinzu geben, sonst habt Ihr schnell den Autobahnraststätten Effekt, dass die Schale das härteste an der Tomate ist und das innere nur so glibberig vor sich hin wabbelt. Falls Ihr in solchen Etablissements mal einen Koch zu Gesicht bekommt, dürft Ihr ihn in meinem Namen eine Pfanne über den Kopf ziehen.
Passt prima zum Grillen, zu Fleisch, Nudeln, Brot und wonach Euch der Sinn steht. schnell gemacht, sowas von gesund und ein unverzichtbarer Begleiter für die warme Jahreszeit.

Auberginen aus dem Ofen

Aubergine?  Schmeckt!
Ja ja ich weiß, eigentlich magst Du gar keine Auberginen und Du hattest da schon mal so ein Erlebnis und damals bla bla bla...  Stimmt!

Eigentlich mag niemand Auberginen, die fühlen sich schon beim Schneiden total doof an und roh schmecken sie wie eine Mischung aus Altöl und Terpentin, da bin ich ganz bei Dir. 

Deswegen komme ich hier rein zufällig vorbei, um Dich auf eine lange Reise mitzunehmen und Dich zu einem Auberginenfreund zu machen. 

Schadet nie, denn später kannst du die ganzen anderen Unkundigen missionieren, die alle Ihre Auberginenvorurteile mit sich rumschleppen.
 
Um das Ergebnis schon einmal vorweg zu nehmen. Auberginen sind extrem wandelbar, leben von einer liebevollen Zubereitung und irgendwann mag man sie so sehr, dass man sie immer wieder in verschiedene Gerichte einbaut, weil sie so lecker, wenn gut gemacht, sind. 

Dafür sind wir ja hier, beim Kochen für doofe.
Aubergine in Scheiben schneiden, auf ein Brett oder ein Backblech, oder in eine Form legen und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Limettensaft würzen und wenn ihr es ganz gut machen wollt, eine viertel Stunde lang ziehen lassen. Danach mit Olivenöl großzügig übergießen. 
Das geübte Auge des Betrachters sieht, dass ich die Auberginenscheiben auf ein Backblech gelegt habe, denn ich bin verheiratet. Die nicht kochende Ehefrau verabscheut nur wenige Dinge mehr, als Männer, die Dreck in der Küche machen. Deswegen verzichte ich darauf, die Auberginen in der Pfanne anzubraten, weil das eine elendige Fettspritzerei ist,  sondern bereite sie im Backofen zu. Beim vorgeheizten Gas Backofen zwischen Stufe 5 und 6, bei allen anderen Herden 200 Grad Unterhitze. Nach 15 Minuten, drehe ich die Auberginenscheiben um, und als eine von vielen möglichen Variationen belege ich sie in diesem Fall mit einer relativ dünnen Tomatenscheibe, die mangels weitgehend fehlende Geschmackseigenschaften auch noch ein wenig Salz, Pfeffer und Zucker verträgt.
Dieses vor Gesundheit strotzende Ensemble, belegen wir dann noch mit einem Stück Mozzarella
Nach weiteren fünfzehn Minuten im Ofen, ist der Käse gut zerlaufen und alles ist gerichtet, für die erste positive Auberginenerfahrung Deines Leben, Glatzkoch sei dank!







Kräuterquark für doofe - schnell selbst gemacht

Kräuterquark - einfach lecker


Natürlich kann jeder in den Supermarkt gehen, sich im Kühlregal einen fertigen Kräuterquark kaufen, ABER da würde ich mir dann mal den Spaß machen und die Zutatenliste studieren. 

Spätestens wenn ich "Zitronenfruchtpulver" und "natürliches Aroma" auf der Packung lese, dann ist die Messe für mich gesungen. Wieso Pulver und warum natürliches Aroma? 

Aroma bedeutet immer nur, dass es nicht das ist, wonach es schmeckt, sondern ein erzeugter Geschmack aus dem Labor. Irgendwas, was in einem ehrlichen Essen, meiner Meinung nach, nichts zu suchen hat. Die Leute, die so etwas herstellen und in Umlauf bringen, berufen sich immer auf das Gesetz und dass sie sich in dessen Rahmen bewegen. Es ist aber nicht mein Gesetz und Gesetze können sich jeden Tag ändern, wenn mal die Lobby zum Teufel gehen sollte, die dafür sorgt, dass man straffrei die Nahrung der Weltbevölkerung mit irgendwelchen Ersatzstoffen verderben darf. 

Deswegen versuche ich weitestgehend auf solche fertigen Kräuterquarks zu verzichten, weil ich auf das Inhaltsgemogel keine Lust habe. Ich sehe jedenfalls keinen Grund, warum mich das Chemiezeug gesünder halten sollte, als wenn ich es gleich in fünf Minuten selbst mache.

Zutatenliste für vier Personen:
zwei Packungen Quark, je fetter desto Geschmack
1 Topf Saure Sahne
Salz aus der Mühle
Pfeffer aus der Mühle
Zucker
Limette
Lauchzwiebel
Knoblauch, wenn man nix mehr für den Abend plant ;-)

Lauchzwiebel klein schneiden, Limettensaft ausquetschen, oder mit einer Presse auspressen, Salz, Pfeffer, Zucker nach Geschmack, Umrühren fertig!!!

Vermisst jemand Zitronenpulver und Aroma? 

Passt zu jeder Art von Kartoffeln, auf Brot, hält sich gut gekühlt im Kühlschrank eine Woche. Macht gleich ein wenig mehr davon, morgen wollt Ihr es sowieso wieder essen. 





Dienstag, 27. Mai 2014

Limettenkartoffeln - der dümmste Bauer hat die leckersten Kartoffeln

Limettenkartoffeln



Aus Kartoffeln kann man vieles machen. Eine der einfachsten und leckersten Varianten sind Limettenkartoffeln. Es entfällt dabei alles, was den doofen von Welt ansonsten daran hindert, Kartoffeln zu verarbeiten. 



Für die meisten Kartoffelverweigerer wird das wohl das Schälen sein. 

Falls es Euch auch noch zu anstrengend sein sollte, die Kartoffeln in kleine Würfel zu schneiden, würde ich mir langsam mal anfangen Gedanken über mich zu machen. Geht gerade noch so? Prima! Weiter machen!



Einfache Zutaten:
Kartoffeln
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Limette



Die Kartoffelwürfel in eine möglichst große Pfanne geben, Salz, Pfeffer, Olivenöl und die Limette hinzu fügen.


 Beim Salzen bitte aufpassen, lieber am Ende vor dem Servieren noch einmal nachsalzen, ich zeige Euch gleich mal warum.



Nun die Pfanne mit Wasser aufgießen, so dass die Kartoffeln zur Hälfte mit Wasser bedeckt sind. Wenn Ihr zu viel Salz hinzu gegeben hättet, in der Annahme, dass das Wasser richtig salzig sein muss, wie bei normalen Salzkartoffeln, dann legt Ihr Euch mal richtig die Karten, denn das Wasser ist am Ende verdampft und was bleibt dann noch? Genau, das Salz!!!
Deswegen aufpassen und nicht vor dem Kochen versalzen. Solange noch Wasser in der Pfanne ist, temperaturmäßig ruhig Gas geben am Herd. Das coole ist, wenn das Wasser verdampt ist, sind die Kartoffeln gar und braten anschließend übergangslos weiter in der beschichteten Pfanne, dann aber auf mittlere Hitze zurück gehen, sonst verbrennen die Kartoffeln zu schnell, aber wir wollen ja eine angenehm krosse Kruste haben. Bis das Wasser verdampft ist, dauert es circa 25 Minuten



Ich gehe nicht davon aus, dass ich das Rad neu erfunden habe, denn die Technik wird bestimmt schon so lange wie die Menschheit alt ist, angewendet, aber man muss erst einmal darauf kommen. Ich fühlte mich jedenfalls wie Einstein, bei der Idee eine Kochtechnik zu entwickeln, bei der die Kartoffeln weder innen zu roh, noch draußen schon verbrannt sind, dabei genug Zeit haben, die verschiedene Geschmacksstoffe, wie das Olivenöl, Salz, Pfeffer und vor allem den immer wieder leckeren Geschmack der Limette aufzunehmen. 


Vor dem Servieren ruhig mal eine Kartoffel probieren und nach Geschmack salzen bzw. pfeffern. Dazu passt perfekt ein selbst gemachter Kräuterquark.



Die Limettenkartoffel ist Eure neue Geheimwaffe, die immer passt. Solo mit Quark, oder zu anderem Gemüse, oder natürlich auch als kernige Beilage zu Fleisch, oder, oder, oder...