Sonntag, 28. Dezember 2014

Tomatentarte

Wann denkst Du Dir sowas immer aus? Wenn ich vor dem Kühlschrank stehe! Jeder Tag ist irgendwie gleich, morgens raus, abends wieder an die Burg kommen. Dazwischen lauter Dinge, die sich täglich wiederholen, plus die üblichen Vollpfeifen, für die man eine Pumpgun bräuchte und dann hat man abends am Herd die Chance etwas anders zu machen als gestern, oder vor fünf Jahren, vielleicht das Rad neu zu erfinden. Here we go, Tomatentarte!


Zutaten:

Pizzateig selbst gemacht

Tomaten
Zwiebeln
saure Sahne
Eier
Salz
Pfeffer
Zucker
Grünzeug wie Schnittlauch


Ich habe eine neue Tartenform gekauft. In letzter Zeit hatte ich öfter das Gefühl, das mir noch eine in der Sammlung fehlen würde. Sowas kaufe ich dann eigentlich immer bei Ikea. Zur Einweihung wollte ich mal eine pikante Tarte mit meinem Pizzateig und Tomaten machen, die in einer saure Sahne mit Ei Mischung stockt und charakterlich auch keine Pizza sein soll, sondern eher sowas wie eine Quiche. Bei der Tartenform ist das reizvolle der geriffelte Rand und Form, die man dem Backwerk damit geben kann. Ich wollte das auch gleichmäßig über den Rand ziehen. Also habe ich mir überlegt, wie ich den Teig so groß ausrollen könnte, das er die Form und den Rand komplett ausfüllt. 


Jetzt kommt es. Ich habe die Form einfach umgedreht und von der Rückseite eingemehlt, damit der Teig nicht daran festklebt.


Meinen gereiften Hefeteig, habe ich dann auf einem Holzbrett aufgemehlt, weil ich den immer sehr feucht ansetze, damit er extrem elastisch ist. Vor dem Verarbeiten wird das Mehl von der Platte so lange in den Teig eingeknetet, bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt. Dann bleibt er beim Ausrollen auch nicht am Nudelholz hängen.


Wenn der Teig die richtige Konsistenz hat, wird er einfach in alle Richtungen mit dem Nudelnholz ausgerollt, hier bin ich oben schon ziemlich bis an den Rand der Form gekommen.


Hier ist der Teig dann über die Ränder gerollt und nun wird es spannend, wie gut er sich wieder von der Form lösen lässt.


Kein Problem. Weil der Teig die gute Konsistenz hat und die Form von hinten bemehlt wurde, geht der Teig wie von alleine ab. Die Form habe ich dann von hinten gesäubert, damit kein Mehl in den Ofen fällt und beim Backen verbrennt. Dann ist die Form bereit, den Teig reinzulegen.


Den Teig in die Form ziehen und mit Gefühl auslegen und dann über die Ränder ziehen.


Hier sieht man, wie der Teig über die Ränder gezogen ist.


Nun kümmere ich mich um die Auflage


Einen Topf saure Sahne verrühren.



Salz, Pfeffer Zucker, Petersilie, zwei Eier zur sauren Sahne geben.


Die Mischung wird mit dem Rücken eines Esslöffels dünn auf dem Teig verteilt. Darauf achten, dass noch genug übrig bleibt, weil wir noch ein paar Schichten damit bearbeiten müssen.


Die erste Lage Tomatenscheiben auf den Hefeteigboden legen.


Darüber wieder vom saure Sahne-Ei Mix geben.


Darauf kommen ein paar Zwiebelringe


Danach wieder eine Lage Tomatenscheiben


Die werden dann wiederum mit dem saure Sahne-Eier Mix bestreichen.


Sieht gut aus, oder?


Den Ofen habe ich auf Stufe 5-6 im Gasofen eingestellt, das sind um die 220 Grad bei Elektro. Den Teigrand habe ich von unten an der Form ein wenig mehr an den oberen Rand der Tartenform hoch geschoben.



Nämlich hier unten zu erkennen.


Ich habe nur Unterhitze, deswegen ist mein Ofen eine lahme Sau und braucht dafür 50 Minuten, bis das Ei richtig gestockt war. Ihr solltet bei Elektro schon mal so nach 40 Minuten schauen. Ofen immer vor dem Backen zehn Minuten vorheizen.


Das finde ich persönlich schon ganz chic. Die Tomaten haben ordentlich Wasser abgegeben, sprich, die schmecken jetzt auch nach irgendwas anderem als Wasser, das Ei ist schön gestockt. 


Kommt ja aus meiner Küche und ich habe mir das selbst ausgedacht, aber wenn ich jemand fragen würde, wo ich das am ehesten ansiedeln würde, wäre es für mich spanisch.


Hier noch ein Blick auf die leckeren Tomaten.


Es ist Zeit, um die Tomatentarte anzuschneiden.


Man erkennt den leckeren Hefeteig und den guten Grad des Durchbackens.


Den Geschmack kann man leider nicht sehen, aber erahnen und meine lieblings Testesserin hat den Daumen gehoben.


Wenn Ihr also keine Pizza haben wollt, sondern eher eine Quiche, die einen dickeren Teig hat und nicht so knusprig ist, dann seid Ihr damit genau richtig.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.



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