Dienstag, 23. Dezember 2014

Schupfpommes, mal was neues, statt Langeweile auf Porzellan

Die kann man zu jedem Weihnachtesessen brauchen, wenn man mal mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen will. Die einen wollen Klöße, die anderen mögen lieber irgenwelche Kartoffeln, mit ein paar Röstaromen und hier holt Ihr sie beide ins Boot, inklusive der ewig nörgelden Kinderbrut.




Zutaten:

700 Gramm Kartoffeln
1 Ei
200 Gramm Mehl
70 Gramm Butter
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Mehl zum Arbeiten

Ihr kennt mich nun ja auch schon ein wenig und Ihr wisst, ich wiege NIE irgendwas ab. Sagen wir mal fast nie, denn dieses Mal habe ich die Kartoffeln abgewogen, weil ich null Ahnung von dem Teig hatte und mir vorher ein paar Inspirationen erlesen habe. Da brauchte man halt 700 Gramm Kartoffen, die ich gewissenhaft abgewogen habe.


Die Kartoffeln werden 25 Minuten und Salzwasser gekocht. Was Ihr an Salz ins Wasser gebt, müsst Ihr hinterher nicht mehr würzen. Also nicht schüchtern sein. Wenn ich Kartoffeln koche, dann ist das Kochwasser so salzig wie ein Fußbad mit totem Meer Salz.



Nach 25 Minuten sind die Kartoffeln gut weich gekocht. Das erkennt man auch daran, dann sich die Haut wellt und leicht von der Kartoffel lösen lässt.


Kartoffeln durch ein Sieb abkippen.



Die Kartoffeln sind ruckzuck gepellt.



200 Gramm Mehl abwiegen



Siebzig Gramm Butter abmessen. Da schätze ich dann wieder.


Man kann die Kartoffeln durch eine Spätzlepresse drücken, aber da dauert das Reinigen länger als das Verarbeiten der Kartoffeln. Deswegen nehme ich einfach einen Kartoffelstampfer, um die Kartoffeln zu matschen. 


Die siebzig Gramm Butter untermischen. Wenn die Kartoffeln noch warm sind, geht das ganz einfach.



Wenn die Butter untergemischt ist, wird die Kartoffelmasse sehr zart.


Nun die 200 Gramm Mehl untermischen.


Muskatnuss ist ein Pflichtgewürz für Klöße und Pürree.


Dann noch ein Ei für die Bindung des Kartoffelteigs aufschlagen.



Den Teig habe ich so weit es geht, mit dem Löffel gerührt, aber am Ende kommt man nicht umhin, doch mit den Händen zu kneten. Wenn der Teig so feucht ist, dass er an den Händen klebt, dann noch ein wenig mehr Mehl dazu geben.


Nun tut es dem Teig ganz gut, wenn man ihn ordentlich auskühlen lässt, damit man in weiter verarbeiten kann.



Weil ich solche Stunts immer zu vorgerückter Stunde mache, habe ich den Teig dann eine Nacht und einen Tag ruhen lassen, es reichen aber auch ein paar Stunden. Dann kommt der Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche.


Vom Kartoffeteig habe ich mit dem Messer circa sechs Zentimeter lange Würste geschnitten, die ich auf der bemehlten Arbeitsfläche gerollt habe.



Die Kartoffelteigwürste werden dann in kochendem Salzwasser so lange ziehen gelassen, bis sie von alleine an die Wasseroberfläche steigen.



Was fertig ist, wird in einer Schüssel gelagert.


Vor dem Servieren, brauchen die Schupfpommes noch ein wenig Feinarbeit. In der Pfanne wird Fett erhitzt, bis am Pfannenwender Blasen aufsteigen.


Bei mittlerer Hitze, werden die Schupfpommes von allen Seiten möglichst gleichmäßig gebraten.


Das ist eine tolle Beilage, die man einfach probiert haben sollte. Kartoffelig wir Kloßteig, dann wiederum kross gebraten auf den Aussenseite und geschmacklich ganz toll, durch Salz, Pfeffer und Muskatnuss.



Das droht ein wirklich anderes Weihnachtsessen zu werden, bei dem irgendwie alles auf dem Teller ist, was man schon kennt und trotzdem fühlt es sich nicht so an, als wenn man alte Bekannte treffen würde. Echt steil, sagt Frau Heilemann. Recht so!


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