Montag, 22. Dezember 2014

Rosenkohlpfanne mit Hackbällen

Festessen mitten in der Woche, schnell gemacht. Mich hatten sie wieder mal den ganzen Tag lang gefickt und ich hatte keine Fragen mehr an das Universum. Meine Frau war vom jüngsten gerockt und hatte so wie ich, den ganzen Tag nichts zu essen bekommen. Ein guter Grund, um auch mal gegen Ende der Woche, wenn es eigentlich kein Fleisch mehr bei uns gibt, richtig auf den Putz zu hauen. Also nach Feierabend schnell noch einkaufen gegangen und ein paar Zutaten für ein Alltagsfest erwerben.



Zutaten:

500 Gramm Rosenkohl
400 Gramm Rinderhack
2 Zwiebeln
Senf
Paniermehl
Petersilie
125 Gramm Schinkenwürfel
500 Gramm Kartoffeln
1 Glas selbst gemachte Brühe, oder gekaufter Dreck
1 Esslöffel Speisestärke



Einen Topf mit gezuckertem Salzwasser erhitzen.


Den Rosenkohl unten abschneiden und die dunkelgrünen Blätter abtrennen.


Hier sind die Rosenkohlröschen und die Rosenkohlblätter fein säuberlich getrennt.


Aus den Rosenkohlblättern machen wir uns einen leckeren Rosenkohlsud, den kann man hinterher gut für eine geschmackvolle Soße gebrauchen.Also volle Kraft voraus auf dem Herd und den Geschmack aus den Abschnitten rauskochen, die man sonst meistens nur wegwerfen würde.


Rosenkohlblätter und Abschnitte mit Salz, Pfeffer und Zucker einkochen und die Flüssigkeit reduzieren. In einem zweiten Topf habe ich den Rosenkohl in acht Minuten bissfest gegart.


Zwiebeln häuten. in Ringe schneiden. Die erste Zwiebel kommt in das Rinderhack und wird dafür noch gehackt. Die zweite Zwiebel kommt als Zwiebelringe in die Kartoffeln.


Nun kümmern wir uns um das Hackfleisch, in diesem Falle Rinderhack.


Salz, Pfeffer, Senf, Schnittlauch, Ei, Paniermehl hinzu geben und mit den Händen miteinander verkneten.


Hier ist das verknetete Rinderhack. Daraus dreht man sich kleine Fleischbälle. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo die Bilder davon geblieben sind. Aber wie man kleine Fleischbälle dreht, muss ich Euch wohl nicht erklären.


Die Kartoffeln habe ich geschält und mein Zeitfenster, um rohe Kartoffeln in der Pfanne, in etwas leckeres zu verwandeln, beträgt zwanzig Minuten.


Kartoffeln in Würfel schneiden


Olivenöl in der Pfanne erhitzen


Hier ist meine spezielle Spezialzutat, frische, selbst eingekochte Brühe. Darin vereinigen sich konzentrierter Geschmack aus mehreren Stunden Kochzeit. Das bekommt man in ein paar Minuten in der Pfanne gar nicht hin. Deswegen kann ich jedem nur dazu raten, sich so eine Geschmacksbombe, quasi nebenbei zu zaubern, damit man sie immer parat hat, wenn Aroma gefragt ist. Die geben wir jetzt in den Topf mit den eingekochen Rosenkohlblättern und Abschnitten, nachdem vorher die ganzen Feststoffe, mit dem Schaumlöffel aus dem Topf geholt werden, oder durch ein Sieb abgegossen werden. Das wird am Ende unsere Soße zur Rosenkohlpfanne.


Die Kartoffeln werden zehn Minuten bei mittlerer Hitze in der Pfanne angebraten. Den Speck gebe ich nach fünf Minuten in die Pfanne.


Nach zehn Minuten kommen die Hackbälle und Zwiebelringe in die Pfanne. Da muss man dann vorsichtig umrühren, damit die Hackbälle nicht zerfallen.


Einen Esslöffel Speisestärke mit Wasser in einer Schüssel auflösen und damit die Brühe und den Rosenkohlsud, die in dem extra Topf vor sich hin brodeln, andicken.  So eine leckere Soße ist am Ende toll, darf aber während der Zubereitung der Kartoffeln und Hackbälle nicht mit denen in Berührung kommen. Das ist es sofort mit kross und knackig vorbei. Deswegen läuft das in einem separaten Topf.


Na, sieht das gut aus? Ich finde schon! Prima Kartoffeln, total zarte, weil nicht übergarte Hackbälle.


Dazu kommen jetzt noch die bissfesten Rosenkohlröschen in die Pfanne. Nur noch mal kurz mit schwenken, vielleicht zwei, maximal drei Minuten.


Zum Anrichten, wird aus unserem Soßentopf, mit einer kleinen Kelle, die Soße auf den Teller geschöpft.


Darauf wird dann der Inhalt der Rosenkohlpfanne drapiert.


Das war für so ein einfaches Essen, schon sehr wohlschmeckend.


Meine Frau erklärte sich beim Essen spontan bereit, mich noch einmal zu heiraten.


Kann also nicht schlecht gewesen sein.



Ich finde, das sieht auf den Fotos auch schon so aus, als wenn es schmecken würde.


Das ist preiswertes Alltagsessen, das aber deutlich wertiger daher kommt, als was man dafür bezahlt. Kinder werden das eher im fortgeschrittenen Alter mögen.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


Kommentare:

  1. Ich habe Rosenkohl nie gemocht. Dann war ich 2007 auf einer Klassenfahrt und es gab eben dieses Gemüse. Ich opferte mich im Namen der Pädagogik, den Kohl offensiv anzugehen und obwohl es TK-Ware und natürlich auch tot gekocht war, konnte ich das Potential des Gemüses erahnen. Seitdem bin ich Fan. Mit Rinderhack und guter Brühe natürlich ein Schmaus.

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  2. ich bin immer fan, von dem was ich gerade auf dem tisch habe. tiefkühlzeug fasse ich nicht an, dann gibt es eben etwas anderes. ich habe mir zum jahresende überlegt, ob ich vielleicht noch volkstümlicher werden sollte und bin bei NEIN rausgekommen. wenn ich mittags in der kantine esse, dann ist das eben so, aber wenn ich koche, hat Tiefkühlzeugs nix in meiner küche zu suchen. das wissen alle, die hier mitlesen vorher schon, wie man aufwärmt und rumtütet. deswegen hier nur die reine lehre und das abgefahrene zeug.

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