Donnerstag, 4. Dezember 2014

Ochsenschwanzsuppe

Ich habe die Ochsenschwanzsuppe nicht zum Essen gekocht, aber ich möchte sie Euch nicht vorenthalten, weil das so dermaßen lecker ist, dass es sich auf jeden Fall lohnen würde, sich eine Ochsenschwanzsuppe zu kochen. Ich habe das hinterher weiter verwendet, da ist das Bessere des Guten Feind, aber hier schon mal zum Anfüttern für Euch und für alle, die das schon immer mal probieren wollten. 


Zutaten:

1,2 Kilo Ochsenschwanz
4 Zwiebeln
5 Möhren
Staudensellerie
Mehl zum Mehlieren
Salz
Pfeffer
Sherry Dry
Wacholderbeeren
Lorbeerblätter


Den Ochsenschwanz aus der Verpackung holen und dann in Mehl wenden. Das macht man, wenn die Suppe gebunden werden soll. Man unterscheidet die klare Ochsenschwanzsuppe, von der gebundenen Ochsenschwanzsuppe. Beide schmecken lecker und es kommt meistens darauf an, was man lieber mag und wofür man sie an Ende verwenden möchte.


Handelsübliches Mehl


Eher selten im Handel anzutreffende Ochsenschwänze. Ich mußte bis zu Metro fahren und habe die selten, bis nie im Supermarkt gesehen. Der Metzger des persönlichen Vertrauens wäre wohl auch eine gute Adresse, wenn man das vorbestellen möchte.


Mehlierter Ochsenschwanz


Pflanzenöl in einem Topf erhitzen und dann die mehlierten Ochsenschwanz Stücke von allen Seiten anbraten.


Das sieht schon sehr gut aus. Den Topf mit 3.5 Liter kaltem Wasser auffüllen und den Herd auf kleinste Stufe einstellen.


Staudensellerie, Möhren, Salz und Pfeffer dazu geben, sowie einen ordentlichen Schuß trockenen Sherry, Wacholderbeeren und Lorbeerblätter, damit das eine ordentliche Brühe, bzw. Suppe gibt. Das Gemüse wird nicht großartig zerkleinert, nur so dass es gut in den Topf passt. Nach dem Kochen kommt das Gemüse wieder raus.


 Hier ist der Sherry, nix besonderes, aber ok für eine Suppe.


So, alles drin und dran. Deckel drauf und vier Stunden lang auf kleinster Stufe simmern lassen. Alle halbe Stunde umrühren.


Vier Stunden sind rum, Zeit in den Topf zu schauen.

Rrrrrrr. wie geil! Das Fleisch ist total zart und fällt so von den Knochen. So ein Ochsenschwanz ist natürlich kein Filet, aber der hat etwas, das kein Filet hat, nämlich ganz viele Geschmacksträger. Die Knochen, an denen das Fleisch hängt, geben in den vier Stunden Kochzeit ein irres Aroma an die Brühe/Suppe ab. Fleisch das nicht einfach nur mager ist, sondern mit Fett durchzogen, gibt sowieso mehr Geschmack ab und wenn es über Stunden gegart wurde, ist es so zart, dass man dafür jede Menge kurzgebratenes Fleisch stehen lässt, das auf dem Papier erst einmal teurer ist. 


Für Euch zerlege ich die Suppe in Ihre Einzelteile und dann könnt Ihr Euch überlegen, was Ihr damit machen möchtet. 


Hier ist die Suppe, das ganze Gemüse ist noch drin.


Das Fleisch habe ich von den Knochen gelöst. 


Die Suppe wird durch ein Sieb abgegossen. Das Gemüse hat nach vier Stunden nicht mehr viel zu erzählen und kann weg. 


 Hier ist die Suppe. Schön gebunden, super geschmackvoll und wenn Ihr da jetzt wieder das abgelöste Fleisch hinzu fügen würdet, hättet Ihr eine sensationelle Ochsenschwanzsuppe. 

Viel Spaß und herzlichen Glückwunsch, zu der der tollen Suppe, ich habe dann noch einmal ein paar Stunden damit weiter gezaubert und mir eines der zehn besten Gerichte gekocht, die ich jemals gegessen habe. 


Ich habe damit Ravioli gefüllt und die Suppe zu einer der geilsten Soßen eingekocht, die menschliche Geschmacksnerven jemals berührt hat. Dafür habe ich eigentlich nicht viel getan, ausser Zeit und Liebe mitzubringen....


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