Sonntag, 7. Dezember 2014

Gefüllter Nusskuchen mit Zimtglasur

Der Hammerkuchen für die kalte Jahreshälfte. Nussiger Teig, gefüllt mit Apfelmarmelade und von oben mit einer Zimtglasur abgedeckt. Da sind sogar die Kinder beim Essen ausgeflippt und wollten mehr, noch mehr und noch mehr davon haben. 



Zutaten:

3 Kaffeepötte Mehl
1 Kaffeepott Zucker
1 Kaffeepott Mineralwasser
1 Kaffeepott Pflanzenöl
1 Päckchen Backpulver
3 Eier
gemahlene Haselnüsse
Apfelmarmelade, selbst gemacht. 

Mit Kaffeepötten meine ich die großen Bürokaffeetassen, nicht so kleine Kaffeetassen mit Untertasse.

Für die Zimt Glasur

200 Gramm Puderzucker
30 Milliliter Wasser
4 Esslöffel Zimt


Ich habe mit meinem Prinzip gebrochen alles nur mit meinem Kaffeepott abzumessen. 200 Gramm Puderzucker kann ich auch nicht mit bloßem Auge abmessen und 30 Milliliter Wasser... nun ja. Das erzähle ich Euch weiter unten im Text. Bevor wir ins Plaudern geraten, könnt Ihr schon mal den Ofen anstellen und zehn Minuten vorheizen. Ich habe meinen Gasofen auf Stufe 4 gestellt, das entspricht 200 Grad im Elektroofen. Im Gegensatz zu mir, werdet Ihr da aber Ober- und Unterhitze haben. Ich brauche fünfundvierzig Minuten Backzeit gebraucht. Nach 45 Minuten teste mich mit einem Zahnstocher, ob der Kuchen durch ist. Wenn der Teig durch ist, dann bleiben keine Teigreste am Zahnstocher mehr hängen.


3 Kaffeepötte Mehl


3 Eier aufschlagen


Je ein Kaffeepott Mineralwasser + Pflanzenöl


1 Päckchen Backpulver


1 Kaffeepott Zucker


Gemahlene Nüsse


Den Teig kann man mit einem Kochlöffel, ohne elektrisches Rührgerät rühren. Kann man machen, muss man aber nicht.


Den Teig in eine Springform füllen.


Nach fünfundvierzig Minuten holen wir den Kuchen aus dem Ofen und lassen ihn auskühlen.


Wenn der Kuchen erkaltet ist, die Springform öffnen und den Ring abnehmen.


Mit einem scharfen Messer, den Kuchen in der Mitte teilen, damit man den Deckel abheben kann. Ich habe für solche Zwecke Keramikmesser von Ikea.


Gut sortierte Haushalte haben bestimmt einen Teigtrenner, ich nehme eine Frühstücksunterlage, um den Deckel abzuheben. Die erfüllt den Zweck genau so gut.



Den Boden mit Apfelmarmelade bestreichen. Ich weiß, das ist eine Rarität und nicht jeder verbringt den halben Sommer mit Obstsammeln und Marmelade machen, wie ich. Ihr könnt auch jede andere Marmelade nehmen, aber eine eigene Marmelade schadet auf keinen Fall.


Hier ist die Marmelade auf dem Boden verstrichen.


Der Kuchendeckel kommt wieder drauf und nun kommen wir zur Zimtglasur


Hättet Ihr gewußt, was in eine Zimtglasur reinkommt und wie die verwendeten Anteile sind? Ich hatte null Ideen und habe mich zur Abwechslung belesen. Die Zimtglasur kennt man aus Kindertagen aus den Fertigbackmischungen für Nusskuchen. Alleine dafür hat man den Kuchen doch damals gegessen und wollte eigentlich nur die Glasur haben und hätte auf den Rest auch verzichtet.


200 Gramm Puderzucker


4 Esslöffel Zimt


Habt Ihr einen Behälter für 30 Milliliter Wasser? Ich habe keinen und habe überlegt, wie ich das genau abmessen kann. Die Rettung war eine Hustensaftdosierungsspritze meiner Kinder. Die hat 5 Milliliter und die musste ich dann 6 mal auffüllen und dann Stück für Stück unter die Puderzucker-Zimt Mischung einrühren. Da ein Liter Wasser aber auch ein Kilo wiegt, wäre die Alternative auch eine Waage, die 30 Gramm anzeigt. 30 Gramm, entsprechen also auch 30 Millilitern.


Hier rühre ich das Wasser Spritze für Spritze ein.


Das geht ganz schnell, plötzlich hat man die richtige Konsistenz.


Die Glasur wird auch ganz schnell hart, man hat nicht viel Zeit sie zu verarbeiten. Vielleicht zehn Minuten, dann wird sie schon hart, also nicht ablenken lassen und schnell durcharbeiten.


Hier ist die Glasur schon fertig auf dem Kuchen verteilt.


Ich habe den Kuchen dann noch eine Stunde, draussen auf dem Fensterbrett, durchkühlen lassen und dann angeschnitten.


Der Kuchen duftet toll nach Zimt, geschmacklich ist es ganz großes Tennis. Der nussige Teig und die Marmelade, sind ein toller Kontrast. Die Zimtglasur ist dazu die logische Konsequenz, die es miteinander verbindet.


Meine Frau hat schon gleich den nächsten Kuchen davon bei mir bestellt und meine Kinder, haben sich fast darum geprügelt, wer noch ein Stück bekommt.


Ich werte das mal als persönlichen Erfolg und für Euch ist es ein guter Indikator, den auch unbedingt zu backen.


Ich wünsche viel Spaß und guten Appetit beim Nachbacken.



Kommentare:

  1. Hallo Glatzkoch,
    das klingt total lecker und wird von mir unbedingt ausprobiert. Allerdings würde ich gerne 1:1 nachmachen und würde mich daher über einen Tipp freuen, wie man denn Apfelmarmelade herstellt?!!
    Vielen Dank schon mal!

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  2. hallo sandfrau, welcome to the show! klicke doch bitte mal auf das wort apfelmarmelade in meinem blog, wo die als zutat genannt wird. dann geht der link zum rezept auf. alle wörter. die in meinem blog farblich unterlegt sind, enthalten einen link. freut mich, wenn du dich hier zum mitmachen eingefunden hast. viel spaß beim nachbacken und gerne auch einen bericht, wie es geklappt hat. schönen gruß jörg

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  3. Öhm, danke für den Hinweis, das ist mir bei der heimischen Schummerbeleuchtung gar nicht aufgefallen...
    Ich werde brutzeln und berichten!
    Viele Grüße
    Anne

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  4. sandfrau, da bist du in bester gesellschaft. ich glaube ich könnte 10 mal mehr seitenbesuche haben, wenn die leute wüssten, was passiert, wenn man draufklickt.
    ich wünsche dir erst einmal viel spaß bei der kuchenherstellung. ich denke zum wochenende muss ich den noch einmal machen, weil er hier so gut angekommen ist.
    gruß
    jörg

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  5. Guten Abend. Ich sterbe für Nusskuchen und der hier hört sich ja mal richtig gut an. Darf ich fragen wie viel Gem. Nüsse habt ihr in den Teig getan. Über eine Antwort würde ich mich riesig freuen LG Patricia

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    1. hallo patricia, ich habe eine halbe tüte gemahlene nüsse genommen.

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