Samstag, 22. November 2014

Sloppy BarBEERcue Burger

Wilder Westen trifft Thüringen und das dauert! Das Fleisch war gepflegte drei Tage in Bier und Senf eingelegt und wurde dann bei gemäßigten Temperaturen zwei Stunden im Ofen gegart, bis es sich leicht von den Knochen löste. Ist das schon slow food?



Zutaten für zwei Personen

für die Burger:

1300 Gramm Schälrippen vom Schwein
Senf
1 Flasche Bier, möglichst dunkel
5 Zwiebeln
Salz
Pfeffer
Eisbergsalat
Salatgurke
1 Peperoni zum Einlegen und weiter verarbeiten.
frische Brühe für die Soße
Wacholderbeeren
Lorbeerblätter

1 Kilo Kartoffeln

Salatbeilage:

Gurken-Krautsalat


Hamburger Brötchen

Pizzateig, selbst gemacht

Das geisterte schon länger bei mir im Kopf, so ein Fusion Gericht zu machen. Schälrippen finde ich extrem lecker, aber das mache ich maximal drei mal im Jahr. Jetzt war es dann endlich mal soweit und weil das nun mein dritter Rippchen Beitrag im Blog ist, habe ich mein Pensum für dieses Jahr auch erschöpft. 


Rippchen von beiden Seiten mit Senf bestreichen.


Irgendein Schweinebuckel hat mir meine große Gefrierdose nicht zurück gegeben, ich weiß leider nicht wer. Deswegen musste ich das Fleisch in diese eigentlich zu klein wirkende Gefrierdose einpferchen. 


Zwei Zwiebeln, für den guten Geschmack der Marinade, in Ringe schneiden und in die Gefrierdose stopfen.


Ein wenig Olivenöl über das Fleisch geben, davon wird es beim Marinieren zart. 


Dann noch ein möglichst dunkles Bier zum Fleisch geben. Man soll es kaum glauben, aber am Ende passten echt alle Zutaten wie geplant in die Dose rein, sogar der halbe Liter Kellerbier.


Passt! Das Fleisch soll nun mindestens einen Tag im Kühlschrank marinieren. 


Weil meine Woche so lief wie sie lief, wurden daraus drei Tage, aber da bedanken sich das Fleisch und die Geschmacksnerven.


Mit jedem Tag, den das Fleisch länger mariniert, wird der Geschmack besser und zieht mehr durch das Fleisch. Das kann man nur über den Faktor Zeit rausholen.


Den Ofen habe ich beim Gasofen, der nur Unterhitze hat, auf Stufe 3 gestellt. Elektro mit Ober und Unterhitze werden 120 Grad sein. Ich habe insgesamt 2 Stunden gebraucht, aber dazu später mehr.


Wenn der Ofen zehn Minuten vorgeheizt ist, kommt das Fleisch in den Ofen.


In der Zwischenzeit haben wir Zeit den Gurkensalat mit Kraut zu machen. 


Ein Burger braucht auch ein Brötchen, eigentlich Bun genannt. Ich nehme dafür einfach den Pizzateig, den ich sowieso gerade im Kühlschrank reifen lasse. Genau für solche Fälle ist das toll, wenn man den vorsorglich vorrätig hat. Ich weiß oft noch nicht, was ich am Ende koche, wenn ich damit anfange und das gibt mir eine Menge Freiheiten und spart in solchen Momenten viel Zeit, wenn man darauf zurück greifen kann. 


Zuerst den Teig aufmehlen, damit er die richtige Konsistenz bekommt und dann Brötchen mit möglichst viel Grundfläche formen. Burger, die sehr hoch stapeln, sind schlecht zu essen und sehen meistens auch doof aus. 


Die Brötchen können jetzt noch ca eine 3/4 Stunde auf dem Blech ruhen und gehen ein wenig auf. 


Jetzt kümmern wir uns um die Soße. 


Ich habe die Zwiebeln aus der Marinade gefischt und weil die Dose, für noch mehr Zwiebeln zu klein war, habe ich noch drei Stück in Ringe geschnitten. Die Brate ich in dem Topf mit Zucker und Pfeffer aus der Mühle an. 


Während der Salat in der Schüssel wartet, die Rippen im Ofen garen und die Zwiebeln auf dem Herd stehen, nehme ich mir ein Kilo Kartoffeln. Die müssen zu Würfeln verarbeitet werden. 


Wenn die Zwiebeln Farbe bekommen haben und die Ehefrau schon moniert, dass man mal das Fenster, nein nicht nur das eine Fenster öffnen soll, sondern auch das auf der anderen Seite für Durchzug, gebe ich meine Hühnerbrühe in den Topf. Das ist eine extrem gute Soßenbasis. Bitte noch extra Lorbeerblatt und Wacholderbeeren mit einkochen.


Damit lasse ich die Zwiebeln dann so lange einkochen, bis die Soße richtig sämig ist. Das hat in dem Fall gut geklappt. Wenn es mit meinem Zeitmanagement kollidiert wäre, hätte ich sie mit Speisestärke oder Senf gebunden.


Nach 1,5 Stunden habe ich die Rippen aus dem Ofen geholt, weil ich sonst keinen Platz für die Hamburger Brötchen gehabt hätte. Ich habe sie auch am Rand angeschnitten. Die sind schon sehr zart, aber noch nicht so, wie ich sie gerne haben will und sie fallen auch noch nicht richtig vom Knochen.


 Die Rippchen schlage ich jetzt in Alufolie ein, damit sie die Wärme halten und sich der Fleischsaft sammelt. Für die Zeit in der ich die Hamburger Brötchen im Ofen backe, bleiben die Rippen draußen. Zum Brötchenbacken brauche ich auch mehr Temperatur, also Gasofen auf Stufe 6 aufdrehen und Elektro auf 200 Grad.


Nun können die Hamburger Buns in den Ofen.


Kartoffeln dauern zwanzig Minuten, also schnell die Würfel schneiden und ab in die Pfanne damit. Ich habe die in Olivenöl bei mittlerer Hitze gebraten und erst NACH dem Braten mit Salz und Pfeffer gewürzt.


Nach fünfzehn Minuten sind die Brötchen fertig gebacken.Ich habe den Ofen dann auf Stufe eins reduziert, was 100 Grad beim Elektroofen bedeutet und die Rippchen wieder in den Ofen gelegt. 


Schaut mal, wie die Zwiebeln mit der Brühe eingekocht sind. 


Hier kommen jetzt die Rippchen nach 15 Minuten im Ofen aus der Alufolie


Die Rippchen schneide ich mit meinem Keramikmesser von den Knochen runter. Mir waren sie zu heiß, um es mit den Fingern zu machen. 


Die Kartoffeln sind jetzt auch fertig und die stelle ich in den warmen abgeschalteten Ofen, damit sie nicht auskühlen, während ich den Burger baue. 


Das ausgelöste Fleisch gebe ich in die Soße mit den Zwiebeln. Die ist so dickflüssig, dass das Fleisch darin nicht zäh wird und so bleibt beides warm, wegen der höheren Dichte, als wenn es in der Luft liegen würde. Ich mache auch noch den Deckel auf den Topf, damit die Wärme nicht entweichen kann. 


Das schmeckt so gut, wie es duftet, 


Die Hamburger Brötchen aufschneiden.


Brötchen mit Senf bestreichen. Am besten Ostsenf von Born. 


Ein paar Blätter Eisbergsalat auf die Unterseite des Brötchens legen. 


Danach das Fleisch und die Zwiebeln auf den Salat legen. 


rrrrrrrrrrr, da macht schon das Anschauen hungrig!


Noch ein paar Gurkenscheiben für die Frische darauf legen.


Und dann den Deckel von oben auflegen. Das ist mal ein Burger!


Ich verfluche echt das Licht in meiner Küche, weil man das Essen nicht richtig in den Farben zeigen kann, wie es wirklich aussah. Entweder man blitzt das Essen tot, oder es wirft Schatten. Jetzt braucht Ihr einfach mal Vorstellungskraft. 


Als letzte Amtshandlung, nun noch die Kartoffelwürfel auf dem Teller auslegen. 


Das ist lokale Küche, mit weitläufigen Anleihen, nach meinem Geschmack


Das Fleisch ist echt der Kracher. Butterzart, mit der tollen konzentrierten und würzigen Soße aus Marinade, Brühe und Zwiebeln, dazu die Kartoffelnwürfel und nicht zu vergessen der frische Salat.



Ich habe die Preise jetzt nicht addiert, aber es werden weniger als zehn Euro Wareneinsatz sein. Das fühlt sich jedenfalls deutlich teurer an. 


Für mitten in der Woche, ist das ein echtes Feiertagsessen. 


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.



Kommentare:

  1. Antworten
    1. die burger haben auch wirklich toll geschmeckt. ist mal etwas anderes, als das was man sonst so als burger isst.

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