Sonntag, 16. November 2014

Roggenbrotlinge

Roggenbrot nach Bedarf, total einfach gemacht. Ich habe Brotlaibe für sächsisches Zwiebelfleisch gebraucht. Nichts leichter als das.




Zutaten für vier Personen:

800 Gramm Roggenmehl
500 Milliliter Wasser
1 Teelöffel Salz
4 Esslöffel Essig
1 Würfel Hefe
Zucker

Wie bei jedem Brot ist die Arbeitszeit überschaubar und vor allem die Ruhezeiten des Teiges bestimmen den Zeitaufwand. Da man aber nicht daneben stehen muss, ist das nicht weiter schlimm, sondern man kümmert sich sporadisch um sein Backwerk und kann ansonsten machen, wonach einem gerade der Sinn steht. Das ist zumindest kein Grund es nicht zu tun. 


800 Gramm Mehl mit dem Litermaß, oder mit der Waage abmessen, oder wiegen. 


Das Mehl kommt in eine Rührschüssel


400 Milliliter heißes Wasser kommen zum Teig, sowie der Teelöffel Salz und 4 Esslöffel Essig.


100 Milliliter Wasser, bis maximal vierzig Grad Temperatur nehmen wir, um die Hefe aufzulösen. Über vierzig Grad kippt die Hefe um, aber je näher man an die vierzig Grad kommt, desto besser geht die Hefe auf. Damit die Hefe noch besser abgeht, kommt eine Prise Zucker hinzu. Die Hefe lassen wir dreißig Minuten ruhen.


Den Teig rühre ich soweit es geht, mit einem Kochlöffel. Wenn es nicht mehr weiter geht, nehme ich auch mal die Hände zum Kneten. Wenn Ihr ein Rührgerät mit Knethaken habt, ist das nicht verkehrt. Mir geht es vor allem darum zu zeigen, dass man dieses ganze Technikgeraffel zwar nutzen kann, aber nicht braucht, damit am Ende ein Brot dabei heraus kommt. 


Hier ist die aufgelöste Hefe nach einer halben Stunde.


Die aufgelöste Hefe wird unter den Teig gerührt und noch einmal mindestens eine Stunde ruhen gelassen, damit der Teig richtig aufgehen kann. 


So glatt sieht der Teig nach dem Verrühren aus.


Dann ruht der noch einmal eine Stunde in der Schüssel und geht dabei ganz ordentlich auf.


Für mein sächsisches Zwiebelfleisch, habe ich runde Brotlaibe gebraucht. Dafür boten sie meine 18 cm Springformen an.


Ich habe pro Form ein Viertel der Teigmenge verbraucht und den Teig noch einmal eine Stunde ruhen lassen. 


Weil ich das Rezept für vier Personen gerechnet hatte, aber wir nur zu zweit gegessen haben, war noch Teig übrig. Deswegen habe ich davon noch ein Kastenbrot gebacken. 


Den Ofen habe ich bei Gas Stufe 4 gebacken, Bei Elektro mit Ober- und Unterhitze sind das 200 Grad. Vorheizen dauert 10 Minuten, Backzeit 45 Minuten. Ich habe die letzten 10 Minuten den Ofen noch ein wenig Höher gedreht, zwischen Stufe 5-6 beim Gasofen, das sind 220 Grad bei Elektro, damit das Brot von außen mehr Kruste bekommt. Bei sowas wünsche ich mir dann auch mal einen Ofen, der auch Oberhitze hat, aber so funktioniert es ja auch. 


Hier sind die Brotlaibe fertig gebacken. Überfüsslig zu erwähnen, dass es wieder mal mitten in der Nacht war.


Das ist das fertige Kastenbrot.


Das Kastenbrot habe ich für ein zünftiges Abendbrot mit meiner Frau verarbeitet, als die Kinder mal wieder nicht schlafen wollten und richtig kochen, irgendwie keinen richtigen Sinn ergeben hätte, weil alle zwei Minuten irgendwas anderes war. Einer zahnt und die anderen von, hier ist ein Geist im Kinderzimmer bis, ich muss pullern, bis die hat Blödbacke zu mir gesagt, einmal Ihr ganzes Repertoire zum besten gegeben haben. Wir haben am Ende auch den ganzen Abend daran gegessen, bis endlich alle geschlafen haben. 


Das ist schon ein besonderer Luxus so ein frisches Brot zu haben, ohne Chemie und Mogelei, wie aus der Industriebäckerei.


Einfach nur Butter darauf verstreichen.


Salat für die Frische


Käse und Bresaola, um ein wenig Auswahl zu haben


Frische Salatgurke und Tomatenwürfel, zum gesunden Abrunden


Das ist in seiner Schlichtheit trotzdem ein Feiertag.


Es lohnt sich immer, sich die Zeit zu gönnen und frisches Brot zu backen. 



Hier ist der gefüllte Brotlaib für das sächsische Zwiebelfleisch.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit

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