Sonntag, 2. November 2014

Kürbisbrot

Weiter geht es, mit dem großen Kürbis Abenteuer. Ich muss mich echt ziemlich zwingen, weil ich mit Kürbis nicht viel anfangen kann. Nachdem ich zwei gute, überraschende Erfahrungen mit Kürbis gebraten und paniert gemacht habe, war dann der anschließende Versuch, daraus Kürbis Fritten zu machen, schon wieder so, wie ich Kürbis schon vorher kannte und irgendwie überkommt mich schon Ekel, wenn ich an Kürbis denke. Als letzten Dienst am Kürbis, habe ich jetzt noch ein Kürbisbrot gebacken und bin selbst auf das Ergebnis gespannt. 




Zutaten:

300 Gramm Mehl + 50 Gramm zum späteren Aufmehlen
200 Milliliter warmes Wasser bis 40 Grad Temperatur
1/2 Teelöffel Salz
1 Esslöffel Zucker
1 Würfel Hefe
Kürbis


Ich habe zwei Scheiben Hokkaido Kürbis genommen und in kleine Stücke geschnitten. Das habe ich komplett ohne Rezept und ohne Referenzen gemacht, sondern nur auf das basierend, was ich mir über Brot backen, über die Zeit angeeignet habe und wie ich mir vorstelle, es zu einem Kürbisbrot machen zu können. Deswegen habe ich keine Ahnung, wie andere Leute Ihr Kürbisbrot, zu Kürbisbrot machen und ich wollte mich da auch nicht beeinflussen lassen. 


Die Stücke habe ich dann 10 Minuten in Salzwasser gekocht


In der Zeit habe ich mich mit dem Teig beschäftigt. 300 Gramm Mehl abmessen / wiegen und in eine Rührschüssel geben.


Die Hälfte des Wassers, also 100 Milliliter ( von insgesamt 200 Millilitern) unter das Mehl rühren. Die andere Hälfte nehmen wir, um die Hefe aufzulösen.


Salz und Zucker in den Teig geben.


Die Hefe auflösen und dreißig Minuten arbeiten lassen, 


Nach zehn Minuten kochen, wird das Wasser abgegossen. 


Die Kürbisstücke werden mit dem Kartoffelstampfer gestampft. Man kann sicherlich auch noch mehr Kürbis nehmen, wenn man mehr Kürbisgeschmack im Brot haben möchte. Das was ich dann mehr an Masse habe, kann ich später wieder über aufmehlen beim Teig ausgleichen, damit der Teig nicht zu feucht ist. 


Hier ist der gestampfte Kürbis.


Das ist der Teig mit 100 Millilitern Wasser verrührt, die Hefe arbeitet noch im Litermaß vor sich hin.


Nun wird dort der gestampfte Kürbis eingerührt.



Dadurch bekommt der Teig die typische Kürbisfarbe. Ein Traum in gelb-orange.


Die Hefe hat jetzt dreißig Minuten gearbeitet.


Die aufgelöste Hefe in den Teig rühren.


Nun noch 50 Gramm Mehl unterrühren, weil der Teig sonst zu feucht ist und eine Stunde, mit einem Handtuch abgedeckt, in der Schüssel ruhen lassen. 


Nach einer Stunde habe ich den Teig in meine Silikon Backform umgefüllt und ihn dort noch eine weitere Stunde gehen lassen, damit er wieder an Volumen gewinnt. Darüber macht man sich als Konsument gar keine Gedanken, wenn man sein Brot fertig aus einem Regal kauft, wie lange so Teig immer wieder ruhen und gehen muss, wenn es ein vernünftige Brot sein soll. Der ganze Industriedreck ist deswegen ja auch so scheiße, weil das durch Chemie imitiert und verkürzt, oder ersetzt wird. Sowas hat immer Nebenwirkungen, wenn man versucht, Naturgesetze außer Kraft zu setzen. Im günstigsten Fall, schmeckt es dann nicht mehr und wenn es ganz blöd kommt, dann schädigt es vielleicht noch den Körper, durch Allergien oder andere Unverträglichkeiten, die man sich von der Panscherei an den Hals holt.   


Das lässt sich hier ganz gut erkennen, wie der Teig nach dem Umfüllen in die Backform, in der Stunde, erneut richtig schön aufgegangen ist. Falls es nicht schmeckt, muss man sich handwerklich zumindest nichts vorwerfen, dass man es nicht zumindest versucht hat, das schmecken zu lassen. 


Ich habe einen extrem lahmen Gasofen, der nur Unterhitze hat. Ich habe das Brot 40 Minuten auf Stufe 4 gebacken, was 200 Grad im Elektro Ofen entsprechen soll. Wenn Ihr auch Oberhitze habt, dann wird es von oben sicherlich noch brauner als bei mir. Nach 40 Minuten habe ich es noch 10 Minuten umgedreht und auf dem Kopf backen lassen. Sieht natürlich noch besser aus, wenn man das nicht umdrehen muss, weil es dann nicht zusammendrückt. Damit kann ich aber leben. Wer lieber eine harte Kruste haben möchte, kann in den letzten 10 Minuten beim Ofen auch noch einmal ein wenig Gas geben und auf 220 Grad hoch gehen, hat dann aber auch den Nebeneffekt, dass es innen trockener wird. 


Weil es schon wieder mitten in der Nacht war, als das Brot fertig gebacken war, habe ich es im abgestellten Ofen, in der abnehmenden Restwärme, bis zum nächsten Morgen auskühlen lassen. Ich habe es dann auch am Morgen für die Kinder angeschnitten, die ganz nervös um das Brot rumgetanzt sind, aber hatte vor dem ersten Kaffee noch keinen Mut es zu probieren. Ehefrau und Kinder, schwärmen aber vom Geschmack und sagen, es wäre sehr lecker und schmeckt nicht nach Kürbis. Das könnte ein Indikator sein, dass man noch mehr Kürbis nehmen muss, wenn man es mehr nach Kürbis schmecken lassen möchte. Mir kommt das ganz gut zu pass. 



Das Brot habe ich für Euch angeschnitten, damit Ihr das auch mal von innen sehen könnt. Auf dem Bild wird die Farbe aber nicht richtig abgebildet. Das ist deutlich orangener als man erkennen kann. Das bekommt meine alte Canon x-sus scheinbar nicht besser hin.


Ich habe es auch probiert und es ist Kürbisbrot. Wer Kürbis mag, wird auch das mögen. Ich bin raus ;-)


Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.


Kommentare:

  1. Schade, dass der Kürbis dich nicht überzeugen konnte, es hat so gut angefangen ;) Aber man MUSS ja auch nicht alles mögen ...

    Lecker sieht dein Kürbisbrot aus. Mir würde es sicher schmecken!
    Hier gibt es heute 3-Minuten-Brot (ein Gegenbeispiel dazu, dass man nicht auch mal auf dem schnellen Weg was Leckeres ohne Chemie zaubern kann - oder ist Essig schon Chemie? ;) )

    Liebe Grüße
    Luci

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  2. nee, der kürbis hat mich am ende nicht überzeugt. nach den positiven erfahrungen, hatte ich nach den verrissenen kürbis fritten, alleine bei dem gedanken, einen komischen nachgeschmack im mund und mir war die ganze zeit irgendwie übel bei der idee, damit noch irgendwas kochen zu "müssen". schön für alle die kürbis mögen, für mich nur gebraten, oder paniert, oder als öl. mehr muss nicht sein.

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