Samstag, 25. Oktober 2014

Vegetarische Burger mit panierten Zucchinischeiben

Wir hatten VegetarierInnenbesuch von Donnerstag bis Montag und das war meine letzte Kugel im Lauf. Das habe ich mir bis zum Sonntag Abend aufgehoben. Darauf hatte ich schon immer Lust, einen vegetarischen Burger zu machen. Ich hatte das Ziel, dass das nicht so ein Ökotussenbratling mit Soja und Tofudreck aus der Fabrik wird und dass man sich am Ende mal wieder ernsthaft fragt, wieso man die Burger bisher immer nur mit Fleisch gegessen hat?



Zutaten:

Zucchini
Paniermehl
5 Eier
Mehl
Salz
Pfeffer
Eisbergsalat
Salatgurke

Weitere Zutaten und Komponenten zu diesem Gericht, aus meinem Baukasten:

Schnelles Ketchup selbst gemacht
Mayonnaise selbst gemacht
Hamburger Buns (Brötchen) selbst gemacht
Cole Slaw
Pommes selbst gemacht


Statt Fleisch zu verwenden, habe ich mich dazu entschieden eine Zucchini als Fleischersatz zu nehmen.


Zucchini in Scheiben schneiden. Ich habe mich gefragt, wieso ich so viel Mehl auf der Arbeitsplatte hatte, aber das lag daran, weil ich vorher die Hamburger Buns frisch hergestellt hatte. Die Zucchinischeiben sind quasi die letzte Amtshandlung, um den Burger dann servierfertig zu machen.


Die Zucchinischeiben werden paniert. Wir nehmen das drei Teller System.


Die Zucchinischeiben als erstes ins Mehl legen, damit hinterher das verquirlte Ei, aus dem zweiten Teller, besser an der Zucchini haftet.


Danach die bemehlte Zucchinischeibe ins verquirlte Ei legen und auch hier darauf achten, dass überall etwas an der Zucchini haften bleibt, damit dann das Paniermehl nicht wieder runter fällt. Das Ei habe ich mit Salz und Pfeffer gewürzt.



Nun die Zucchinischeibe im Paniermehl wenden und auch auf die Ränder aufpassen. 


Die fertigen panierten Zucchinischeiben werden zwischengelagert. 


Da bekommt notfalls auch noch eine Fußballmannschaft etwas zu essen.


Wenn wir es nicht vorher gemacht haben, wäre jetzt eine gute Gelegenheit, die Mayonnaise selbst zu machen. 


Die fünf Minuten für das Ketchup haben wir auch noch.


Die Hamburger Brötchen sollten jetzt schon fertig aus dem Ofen gekommen sein. 


Pommes Frites sollten jetzt an der Stelle sein, dass wir ihnen nur noch mal vor dem Servieren, ein letztes Bad im Fett gönnen müssen. 


Cole Slaw sollte auch starklar sein


Los geht's, Zucchini in die Pfanne ins brodelnde Fett legen und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten je drei Minuten braten. Ich kann Euch jetzt auch nicht sagen, wieso ich das nun gerade nicht fotografiert habe, deswegen habe ich hier quasi symbolisch, ein Foto meiner panierten Zucchini aus dem Sommer genommen.


Da man in einer Pfanne nur eine begrenzte Anzahl Zucchinischeiben braten kann, lagern wir die fertigen Zucchini im Backofen bei 70 bis 100 Grad. Die sollen eben heiß und kross bleiben, aber nicht mehr weiter garen.


Gas geben! jetzt schnell noch die Pommes frites zum Vollenden ins heiße Fett geben


Die Buns aufschneiden und in der Pfanne noch schnell die Schnittflächen ohne Fett durch die Hitze versiegeln. Der Vorteil ist dabei, dass der Ketchup und die Mayo nicht so schnell in das Brötchen eindringen und es durchweichen können, wenn man es vorher dort kross brät. Das dauert vielleicht 2 Minuten.


Jetzt bauen wir uns den Burger zusammen.


Unterseite mit Mayonnaise bestreichen


Eisbergsalat darüber schichten



Die Zucchinischeibe darauf legen


Gurkenscheiben auf die panierte Zucchinischeibe legen.


Nun noch unser schnelles Ketchup darauf geben.


Deckel drauf, fertig!


Die frischen Pommes auf den Teller geben und dann die vegetarischen Zucchini Burger servieren.


Ich ärgere mich echt über das Licht in meiner Küche, da macht man echt Fotos, wie im Faßbender Film. Daran arbeite ich noch, oder werde Tatort oder Polizeiruf Regisseur. Da wird so ein Halbdunkel ja auch immer gerne als Stilmittel benutzt!


Wo waren wir? Ach ja, beim Essen! Saulecker, sofern man das bei einem vegetarischen Burger sagen kann. Ganz toll im Geschmack, super im Biss, weit weg davon Fastfood zu sein


Da fühlt man sich, als hätte man das Feuer erfunden, wenn man damit durch ist. Dagegen verkommt das Weihnachtsessen zu einer vernachlässigbaren Nebenbeschäftigung, aber es ist jede Minute wert, die man darin investiert.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit


Kommentare:

  1. Der beste Vegiburger, den ich in meinem ganzen Leben gegessen habe! Ever, ever, ever! So saulecker, ich hab sogar noch nen halben 2. geschafft. Dann bin ich echt fast geplatzt. Einfach noch mal danke für dieses geniale Essen. Mein Favorit der 4 Tage, auf jeden Fall!!!!

    Liebste Grüße
    Lilo

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  2. hallo frau doktor, gefühlt würde ich auch sagen, dass es unter den zehn besten essen ist, die ich jemals gekocht habe, auch wenn die fotos das nicht richtig dokumentieren, weil sie zu dunkel sind. dementsprechend wenig leute, schauen sich den beitrag deswegen auch an. wenn es mit fleisch wäre, würde das ding wohl schon durch die decke gehen. dann hast du ja noch eine aufgabe, den besten veggieburger deines lebens zu promoten. von mir stecken da mit blogbeitrag mindestens 10 stunden lebenszeit drin ;-)

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  3. Ich tue mein Bestes! Dummermeise habe ich bei meinem Gatten angefangen. Er hat gesagt: Mhm, sieht toll aus, und wo ist das Fleisch??? ;)

    Ich rühr' die Werbetrommel aber brav weiter. Und die Fotos finde ich ehrlich gesagt gar nicht so schlecht. Essen schön zu fotografieren, ist einfach verdammt schwer!

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  4. das schöne an dem burger ist, dass man kein fleisch dabei vermisst. der funktioniert mit allen komponenten aber auch mit fleisch, wenn man gar nicht ohne kann.

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