Sonntag, 26. Oktober 2014

Toastbrot selbst gebacken

Das war einfach mal fällig, endlich ein eigenes Toastbrot zu backen. Die Zutaten sind einfach. Das einzige was man braucht ist relativ viel Zeit, aber man muss sich ja nicht neben die Form stellen und zuschauen, wie der Teig aufgeht. Man hat nur einen schweren nächsten Tag, wenn man mit dem Brot erst zehn Uhr abends anfängt und dann gute 3,5 Stunden Ruhezeit, plus vierzig Minuten Backzeit vor sich hat. Es lohnt sich aber auf jeden Fall





Zutaten

450 Gramm Mehl
200 Milliliter Wasser
75 Milliliter Öl
10 Gramm Salz
10 Gramm Zucker
1 Würfel Hefe
1 Ei

In der Annahme, dass ein Toastbrot nicht viele Fehler verzeiht und sonst am Ende gar kein Toastbrot wird, bin ich von meiner gängigen Praxis abgewichen und habe sogar mal eine Waage benutzt. 



450 Gramm Mehl abwiegen


10 Gramm Salz


plus 10 Gramm Zucker abwiegen


Das Mehl zusammen mit dem Ei, sowie Salz und Zucker in eine Rührschüssel geben. 


200 Milliliter warmes Wasser (nicht über 40 Grad warm, wegen der Hefe) abmessen und 100 Milliliter davon gleich in den Teig geben. Die anderen 100 Milliliter nehmen wir um die Hefe aufzulösen.


75 Milliliter Pflanzenöl abmessen und auch zum Teig geben. 


Soweit es geht, habe ich erst mit einem Löffel gerührt und hinterher mit den Händen geknetet. Wer einen Handmixer hat, kann den natürlich auch benutzen. An dieser Stelle der freundliche Verweis darauf, dass zuerst das Brotbacken erfunden wurde und erst ein paar tausend Jahre später das Mixgerät. Es geht also auch von Hand.


Die aufgelöste Hefe muss 30 Minuten im Wasser verbleiben und macht darin ordentlich Thermik. Das blubbert, wie in der Hexenküche. 


Nach dreißig Minuten kommt die aufgelöste Hefe auch in den Teig 


Das habe ich dann auch wieder mit dem Löffel untergerührt. Mit dem Rührer geht es natürlich einfacher und wird glatter.


Den Teig lässt man zwei Stunden ruhen, dann ist er richtig schön aufgegangen. 


Ich habe weder Kosten noch Mühen gescheut und mir eine Silkonbackform gekauft. Gerade bei Brot, hatte ich sonst oft das Problem, dass es sich nach dem Backen nur schwer aus der Backform lösen wollte, deswegen kann ich das empfehlen. 


Nach der Ruhezeit, wird der Teig in die Backform umgefüllt und sollte dort noch einmal eine Stunde lang wieder aufgehen. Wie Ihr auf den Bildern seht, habe ich das Brot nicht abgedeckt gebacken, deswegen ist es ziemlich blass. Mit dem Wissen von Heute, würde ich das Toastbrot in einem Bräter abgedeckt backen. Dann geht es deutlich besser aus und bekommt auch mehr Farbe. 


Weil es dann aber schon nach ein Uhr nachts war, habe ich nur eine halbe Stunde Ruhezeit gegeben, deswegen mein Tipp, das nicht unter Zeitdruck zu machen und die Ruhezeiten wirklich einzuhalten. Ich hatte nur keine Lust, erst um drei ins Bett zu kommen und am nächsten Tag, bei der Arbeit nicht klar zu kommen. Den Ofen habe ich auf Gasofen Stufe 4 vorgeheizt, das entspricht 180 Grad im Elektro Ofen, bei Ober und Unterhitze, weil der Teig sonst zu fest backt. Die Backzeit beträgt 40 Minuten und ich war erstaunt, dass die selbst bei meinem lahmen Ofen, nur mit Unterhitze gepasst hat. Wie gesagt, wir machen Toast und kein Bauerbrot mit krosser Kruste. Das muss nur innen durch sein und außen soll es möglichst nicht zu knackig werden.  


Hier eine Impression aus dem Ofen. Das Brot ist beim Backen auch noch einmal ein wenig aufgegangen. 


So ist es aus dem Ofen gekommen


Hier ist es jetzt komplett ausgekühlt, am nächsten Abend. 


Das fühlt sich sehr gut an, macht geschnitten einen prima Eindruck und schmeckt auch echt klasse.


Ich habe zum Vergleich, bei einem gekauften Toastbrot auf der Giftliste geschaut, da ist bis auf zwei fragwürdige Zutaten, Säureregulator und Natriumacetate, gar nicht so viel Scheiß drin, wie bei Bauernbrot oder so, wo sie Chemie für alles reinknallen. Trotzdem, selbst gemacht ist selbst gemacht. 


Hier kann man das Toastbrot noch einmal angeschnitten sehen. 


Wieso macht man sich die Mühe, so ein Brot selbst zu backen?  Weil nichts dageben spricht, sowas als festen Bestandteil in seine heimische Brotkultur zu integrieren und weil  ich Euch mal was zeigen wollte.  


Toast Hawaii, mit frischer Ananas, nicht dem billigsten Schinken, einer ganz "fiesen" Cocktailkirsche und einem Raclettekäse, der nicht so plastisch ist, wie das Zeug, was man sonst auf Toast Hawaii serviert. 


Das findet Ihr das auch in meinem Blog


Deswegen wünsche ich jetzt erst einmal viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen