Mittwoch, 22. Oktober 2014

Quittenmarmelade mit Wodka und Limette

Meine Frau ist Schuld, das nur schon mal vorweg! Ich bin ja ein großer Freund von einfacher Marmelade, aber dieses Mal hat sie sich eine Quittenmarmelade mit Wodka gewünscht. Kein Problem, dafür ist man ja verheiratet, um seiner Frau jeden Wunsch von den Augen abzulesen. 


Zutaten:

5 Kilo Quitten
1 Flasche 0,75 Liter Limettensaft
1 Flasche Wodka 0,7 Liter
2,5 Kilo Gelierzucker 2 zu 1
1 Stange Vanille


In einen großen Topf gebe ich den Wodka und den Limettensaft. Wenn man da die Quittenstücke reinschneidet, werden sie nicht so schnell braun.


Pro Kilo Frucht, füge ich fünfhundert Gramm Gelierzucker 2 zu 1 in den Topf


Vor dem Kochen, rühre ich Frucht und Zucker noch einmal richtig durch, in der Hoffnung, dass die trockene Quitte, dabei noch ein wenig Saft absondert.


Dann koche ich die Quitten auf dem Herd bis die Masse sprudelt. Weil die Quitten aber so hart vom Baum kommen, dass man damit jemanden erschlagen könnte, koche ich die langsam hoch, damit sich noch ein weniger mehr Zeit haben, so weich zu werden, dass man sie später mit dem Pürierstab zerkleinern kann. 


So sieht die Masse aus, wenn sie püriert ist. Ein paar Fruchtstücke sind durchaus erwünscht, damit man weiß, was man auf dem Brot hat. Ich mache die Gelierprobe mit einem Löffel. Einfach Marmelade aus dem Topf löffeln und fünf Minuten hinlegen. Wenn die Marmelade dann auf dem Löffel fest ist, passt der Geliergrad. Ansonsten muss man noch Gelierzucker nachkippen. Quitten scheinen aber sehr viel Pektin zu enthalten, denn die Quittenmarmelade steht schon fast von alleine im Topf.


Hier ist meine klassische Versuchsanordnung, ein Topf mit kochendem Wasser zum Marmeladengläser und Deckel sterilisieren, Ein Topf mit Marmelade, die am Ende ins Glas soll und ein kleiner Topf, in den ich das zu befüllende Glas stelle, damit nicht so eine große Sauerei ensteht, wenn mal etwas daneben geht. 


Nach dem Befüllen der Gläser, werden die Gläser auf dem Kopf stehend abgekühlt. So soll die Marmelade länger halten, weil der Deckel ein Vakuum zieht. Das dokumentiert sich später beim Öffnen, durch dieses Knackgeräusch, wenn man ein Vakuum öffnet.


Am Sonntag zum Frühstück habe ich die Quittenmarmelade mit Wodka zum ersten Mal probiert.


Schmeckt noch eine Spur leckerer, als die ordinäre Quittenmarmelade, ohne Wodka. Ist aber normal, weil man mit Alkohol alles besser erträgt, das weiß schon der Volksmund.


Wer nicht immer Kinder am Tisch hat und so eine Köstlichkeit abends auch mal zu Käse essen möchte, macht nix falsch, wenn er seine Quitten mal so unter Drogen setzt.


Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit. 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen