Sonntag, 12. Oktober 2014

Paprika für Antipasti

Ich könnte wohl hundert Jahre alt werden, aber das ist immer mein Favorit auf jedem Antipasti Teller, den ich selbst gemacht habe. Ganz schlichte reduzierte Paprika, einfach nur das Wasser raus und den Geschmack so hervor zaubern.



Zutaten

Paprika
Salz
Pfeffer
Zucker
Olivenöl

Ich habe das für eine gemischte Vorspeisenplatte gemacht, ansonsten wird man davon nicht satt. Die Zubereitung ist denkbar einfach. Bevor IHr anfangt zu schnippeln, erst einmal den Ofen vorheizen. Ich habe einen lahmen Gasofen, der nur Unterhitze hat. Da nehme ich Stufe 5-6 und Ihr solltet mit Elektro und Ober- sowie Unterhitze 200 Grad nehmen. 


Erst einmal den Deckel der Paprika abtrennen und den Stiel entfernen. Dann von oben das Kerngehäuse heraus nehmen.


Nun die Paprika in größere Stücke schneiden. Ich weiß gar nicht, wie man das weisse nennt, das die Paprika innen quasi in Zellen unterteilt. Das schneidet man mit einem möglichst scharfen Messen auch noch ab.


Ich nehme eine Edelstahlform, lege die Paprikastücke hinein und gebe Salz, Pfeffer und Zucker dazu.


Nun noch mit Olivenöl begießen und ab in den Ofen damit. Da ich nur Unterhitze habe, muss ich im 15 Minuten Takt wenden und ich brauche, je nach Menge zwischen fünfundvierzig Minuten und einer Stunde, bis die Paprika richtig weich ist. Dann ist das Wasser raus und der Geschmack drin. Das ist total wahnsinnig, wie intensiv die Paprikastücke schmecken. Jede Farbe schmeckt anders. Die grünen sind eher ein wenig herb, gelb ist eher neutral und die roten haben eine feine Restsüße. Egal wie viele ich davon auf dem Teller habe, ich wünsche mir ein Kilo davon. 


Das lässt sich auch gut vorbereiten, wenn Gäste kommen. Ich lagere das in Gläsern zwischen. Falls man es im Kühlschrank aufbewahrt, sollte man die Paprika eine Stunde vor dem Servieren rausnehmen und den Deckel vom Glas abdrehen. Wenn das zu kalt serviert wird, dann geht es auf den Geschmack. Das wäre schade um das Aroma, wenn wir es schon gerade mal hinter dem Wasser aus dem Gemüse hervor gezaubert haben. 


Ich mag das auch optisch sehr gerne leiden, weil es so farbenfroh ist.


Sowas kann man mittlerweile auch im Supermarkt aus dem Kühlregal kaufen, aber das finde ich ganz scheußlich, weil es immer säuerlich eingelegt ist, damit es länger hält. Wenn ich mich rückversichern will, dass sich meine Mühe lohnt, alles selbst zu machen, lese ich einfach die Zutatenlisten auf den Fertigprodukten und dann bin ich wieder beruhigt und finde mich nur noch halb so schrullig. 


Hier könnt Ihr einen meiner überschaubaren Vorspeisenteller sehen. So eine Vorspeise von einem überladenen Teller, schmeckt nicht halb so gut, als wenn einen die Menge nicht so erschlägt und man sich auf die einzelnen Bestandteile konzentrieren kann. Ich mache davon aber grundsätzlich so viel, dass man immer etwas nachnehmen kann.


Und wenn richtig aufgekocht wird, dann ist das auch nur ein Bestandteil von ganz vielen anderen Komponenten.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachschnippeln und einen guten Appetit.



Kommentare:

  1. ...hört sich superlecker an!!!
    Mich stört ja bei den gekauften auch immer dieser säuerliche Geschmack...WIRD GETESTET! :o)

    Liebe Grüße, Doris!

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  2. gegen säuerlichen geschmack ist erstmal nichts zu sagen, aber den macht man sich selbst und nicht gekauft, damit es haltbarer wird. so ein rezept für ofenpaprika mit essig, habe ich zusätzlich im Blog. schmeckt auch sehr lecker. gutes gelingen, mien deern.

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