Freitag, 24. Oktober 2014

Kartoffelecken aus dem Ofen

Das muss etwas ganz schwer selbst herzustellendes sein, weil ich damit immer nur Leute mit gefrorenen Tüten aus dem Supermarkt laufen sehe. Ob man das wohl auch frisch zubereiten kann? Ich sehe schwarz ;-) !!


Heute mal etwas aus der Schimpansenküche, das wie der Begriff schon sagt, so einfach ist, dass es auch ein Schimpanse selbst zubereiten könnte. Es gibt Kartoffelecken aus dem Ofen. Wieso man dafür ein Rezept braucht? Keine Ahnung, fragt doch einfach mal die Leute, die sowas tütenweise, gefroren aus den Supermärkten raustragen? Dazu habe ich gerade einen Spruch gelesen. Wenn man einen schlauen Menschen auf einen Fehler hinweist, wird er sich bedanken, ein dummer Mensch wird einen dann beleidigen. 


Zutatenliste für zwei Personen, wenn es sonst nix gibt:

1 Kilo Kartoffeln festkochend
Olivenöl
Salz



Die Kartoffeln sollten zumindest mittelgroß sein und man schneidet sie mit dem Messer in Spalten. Den Ofen 10 Minuten vorheizen. Mein lahmer Gasofen braucht als Temperatur zwischen Stufe 5-6. Ein Ofen mit Ober- und Unterhitze braucht 200 Grad. Ich habe die Kartoffelspalten, auf dem Backblech liegend, noch ein wenig mit Olivenöl begossen und einmal durchgerührt. Da der Ofen so lahm ist, habe ich die Kartoffeln nach 25 Minuten umgedreht und die dann nach 50 Minuten aus dem Ofen geholt. Bei Ober- und Unterhitze nehme ich an, dass 20 Minuten pro Seite reichen werden. Einfach mal ein Auge auf den Ofen und vor allem auf den Inhalt haben.  


Zum Umdrehen ist es praktisch, wenn man einen Pfannenwender aus Metall hat, weil die Kartoffeln auf den meisten Backblechen zum Ankleben neigen. Mit einem Pfannenwender aus Holz, hat man dann verloren, weil die krosse Haut am Blech bleibt und die Kartoffelseite an der sie fehlt, dann immer noch weiß wie die Wand und wabbelig ist.


Ich salze die Kartoffelecken erst, wenn sie aus dem Ofen kommen. Dann werden sie krosser.


Wer die Kartoffelecken aus der Plastiktüte kauft, nimmt auch Mayonnaise aus dem Glas, das ist mir schon klar. Da ich mich manchmal wie eine Mischung aus Taliban und kulinarischer Besserungsanstalt fühle, hier noch ein Rezept für eine schnelle, frische Mayonnaise, falls der Link oben noch nicht aufgefallen sein sollte.


Das ist profaner Genuss auf der untersten Stufe der Skala, aber immerhin Genuss und kein Junk Food. Dafür muss man nichts können, außer einen Ofen auf die richtige Temperatur zu stellen, einmal umdrehen und das was vielen leider abhanden gekommen ist, einfach mal Zeit zu haben. Eine Stunde, vom Schneiden der Kartoffeln bis auf den Teller. Wer dazu nichts anderes zubereitet, kann so lange weiter fernsehen, oder sich vor dem Rechner vergnügen. In einer Werbepause kann man dann auch noch die Mayo, oder einen Quark anrühren, wenn man weniger Fett im Essen haben will.


Man wird entschädigt, oder sagen wir mal, man wird belohnt mit dem ursprünglichen Geschmack einer frischen Kartoffeln, der noch nicht von Würze und Aroma erzählt wurde, wie sie hinterher zu schmecken hat, egal welche Sorte da gerade aus der Tüte kommt. Salz kann sowas von sexy sein. 


Die frische Mayonnaise harmoniert ganz toll mit den Kartoffelecken. Dafür verleiht einem keiner einen Michelin Stern, aber allein der geschmackliche Mehrwert und das gute Gefühl das selbst gemacht zu haben, erhebt das in den Stand einer Delikatesse. 


Dazu noch ein schönes Steak, oder ein anderes Stück Fleisch...  Die Lunte brennt, deswegen an dieser Stelle viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Kommentare:

  1. Noch n paar Zweige Thymian drüber und grobes Meersalz!

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  2. Noch n paar Zweige Thymian drüber und grobes Meersalz!

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    1. mach doch ;-). ich bin der, damit die tütenfraktion mal etwas frisches kocht. auf die goldkante kommen die dann schon von alleine

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