Dienstag, 9. September 2014

Salat mit getrockneten Tomaten


Es war mal wieder das übliche Setting, Schaaatz, wir sind eingeladen, kannst du bitte einen Salat machen? Wann denn? Na heute! OK ;-) Mein Publikum war wie immer erlesen. Zwanzig Leute, mitteljung, gebildet, ostdeutsch. Keiner kennt mich, sondern nur die Ehefrau und den Stall voller Kinder, also lässt der Klassenfeind mal was blitzen.



Zutatenliste:

getrocknete Tomaten
Basilikum
Olivenöl
Balsamico Essig
Blattsalat grün
Blattsalat dunkel
Eisbergsalat
Rucola
Jaromakohl
Zwiebel
Salz
Pfeffer
Zucker
Basilikum
Parmesan zum Bereiben vor dem Servieren.


Getrocknete Tomaten sind eine tolle Basis für ein ausgefallenes Salatdressing, aber erstmal im Mund wie Dachpappe. Deswegen zerkleinern wir die und behalten im Kopf, dass die Tomatenstücke deutlich an Volumen und Größe zunehmen, wenn man sie in heißes Wasser legt. Deswegen kleiner schneiden, als einem das der gesunde Menschenverstand eigentlich nahelegt. 


Die Tomatenstücke werden in einen Topf mit kochendem Wasser gelegt


Nach fünf Minuten prüfen wir mal den Geschmack des Wassers, weil die Tomaten mit ganz viel Salz getrocknet wurden, dass sie jetzt natürlich wieder in die Flüssigkeit abgeben. Das entscheidet darüber, wie wir die Flüssigkeit weiter würzen, denn am Ende wird das mal unser Salatdressing. 


Wir würzen nach Bedarf mit Salz nach und nehmen ordentlich Pfeffer aus der Mühle und einen ordentlichen Hieb Zucker. Zusätzlich habe ich noch Basilikum dazu gegeben. 


Wenn die Tomaten nach zehn bis 15 Minten wieder richtig weich gekocht sind, gebe ich auch noch roten Balsamico in das Dressing und Olivenöl, wie es sich für ein mediterranes Dressing gehört. Nun lassen wir das Dressing abkühlen und behalten im Hinterkopf, dass Dinge warm anders schmecken als kalt. Ich lasse mir deswegen immer noch ein wenig Reserve zum Nachwürzen. Auf jeden Fall ist das Dressing so schon mal ein echter Killer. 


Bei den einzelnen Salatkomponenten ist es wichtig, sich mit dem vorhandenen Material zu beschäftigen. Rucola, die beiden Blattsalate in grün und rot, brauchen auf jeden Fall einen Doppelwaschgang in der Salatschleuder, sonst knirscht es hinterher ganz gewaltig zwischen den Zähnen. Da muss man sorgfältig arbeiten, oder blamiert sich. 


Dann noch die Zwiebel, sowie den Eisbergsalat zerkleinern und waschen und den Jaromakohl in handliche Stücke schneiden. Eisbergsalat ist für die Optik und Füllmaterial, aber der Kohl ist Vitamin C und Frische und Knacken im Salat. Das finde ich ganz wichtig und das macht den Unterschied bei so einem Salat aus. Ganz wichtig, der Salat wird nicht mariniert, sondern DIREKT vor dem Servieren, wird erst der Parmesan großzügig über den Salat gerieben und genau eine Sekunde bevor er serviert wird, kommt nach einem letzten Geschmackstest das Dressing aus getrockneten Tomaten über den Salat. 


Das ist ein extrem feiner Salat, der perfekt zum Grillen, oder zu deftigen Fleischgerichten aus der Abteilung kurzgebraten passt. 


Die Optik ist sehr interessant, weil es soviel zu sehen gibt, durch die ganzen unterschiedlichen Blattsalate.


Geschmacklich ist das ganz weit vorne, weil die Tomaten eine tolle Haptik im Mund haben, nach dem Auskochen nicht mehr so salzig sind, aber immer noch sehr konzentriert schmecken.


Der geriebene Parmesan ist dazu noch einmal ein Ausrufezeichen und sagt, guten Tag ich bin ein Salat aus dem Süden und wo ich bin ist Bombenwetter und gute Stimmung,


Das war echt eine Salatschüssel für eine Kompanie Pioniere und was soll ich sagen, die war ruckzuck leer. Hier also meine Salatempfehlung für Euch und die letzten Sonnenstrahlen des Sommers.


Viel Spaß beim Nachschnippeln und einen guten Appetit.

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