Samstag, 9. August 2014

Pflaumenmuskuchen mit saurer Sahne

Meine Frau schwärmt immer noch von einem leckeren Pflaumenmuskuchen, den sie früher in Hamburg, in einerm kleinen Hofcafé gegessen hat. Kein Bäcker verrät sein bestes Rezept, deswegen habe ich mir einfach irgendwann mal eines ausgedacht, von dem ich mir einbilde, dass es ungefähr so hinkommen müsste. Den Kuchen backe ich auch nur ein Mal in jedem Jahr, um mir jedes Mal anzuhören, dass der in Hamburg, aber anders, besser, nussiger, cremiger, süßer, saurer und vor allem viel hamburgischer schmeckt. Unnötig zu erwähnen, dass in Hamburg sowieso die Sonne viel heller scheint und der Himmel auch ungemein blauer ist, als in Berlin. Deswegen mache ich das auch nicht öfter und erhole mich den Rest des Jahres von der fundierten Kritik. ;-) Für den geneigten Leser, ohne solche Rucksackhanseatenällüren, wird es ein Kracherkuchen sein.



Um das Gesinge möglichst kurz ausfallen zu lassen, mache ich mittlerweile auch kein ganzes Blech mehr, sondern nur noch meine kleine Edelstahlform. Für Euch habe ich aber bei den Mengen, für ein ganzes, möglichst hohes, Backblech kalkuliert. Wie immer arbeite ich nicht mit einer Waage, sondern habe einen Kaffeepott als Maßeinheit. Für die Österreicher vor dem Rechner, es ist ein großes HAFERL!

Zutatenliste für ein großes Backblech

3 Kaffeepötte Mehl
1 Kaffeepott Zucker
1 Kaffeepott Mineralwasser
1 Kaffeepott Öl
1 Ei
1 Päckchen Backpulver
Zimt
gemahlene Nüsse nach Geschmack, viel kann viel
1 großes Glas Pflaumenmus, also nicht so ne 200 ml Kinderpackung, Ihr wisst schon.
12 Töpfe saure Sahne
15 Blatt Gelatine
Kakaopulver zum Bestäuben

Auf dem Bild passt es sowieso, weil ich mit einem ganzen Rezeptansatz gebacken habe und das dann nur 2/3 zu 1/3 auf zwei Kuchen verteilt hatte.


Eier aufschlagen


Drei Kaffeepötte Mehl 


Ein Kaffeepott Zucker


einen Kaffeepott Mineralwasser


1 Päckchen Backpulver, eine Prise Zimt


Nachdem der Teig mit einem Kochlöffel von Hand glatt gerührt wurde, kommen noch gemahlene Nüsse, nach eigenem Gusto hinzu. Den Backofen habe ich zehn Minuten vorheizen lassen. Im Gasofen nehme Stufe 4, im Elektroofen 175 Grad bei Ober- und Unterhitze. Ich rechne im Gasofen 45 Minuten Backzeit, bei Elektro ca. 35 Minuten. 


Wenn die Backzeit um ist, mit einem Zahnstocher in den Teig stechen. Wenn keine Teigreste, beim Rausziehen, am Zahnstocher hängen bleiben, dann ist der Kuchen durchgebacken. Dann muss der Kuchen erst einmal auskühlen


Ich habe das Pflaumenmus selbst eingekocht. Das Rezept veröffentliche ich auch noch. Gekauftes tut es natürlich auch, wenn man nichts eigenes im Schrank stehen hat. Mit dem Pflaumenmus, wird der Kuchen komplett bedeckt.


Nun kommen wir zum schwierigsten Teil der Geschichte, denn die saure Sahne, muss einmal flüssig über den Kuchen und dann dummerweise am Ende wieder fest werden. 


Die saure Sahne in einem Topf erhitzen, bis sie blubbert, mit Zucker und Zimt abschmecken. 
Zeitgleich die Gelatineblätter in kaltem Wasser einlegen, bis sie wabbelig sind. Das dauert gute fünf Minuten. Die Gelatineblätter ausdrücken und dann nach und nach, in die warme saure Sahne geben, die dann nicht mehr als 70 Grad haben sollte.


Die saure Sahne noch etwas abkühlen lassen und dann über den Kuchen gießen.


So sieht dann der Kuchen aus, nachdem die saure Sahne zum Aushärten darüber gegeben wurde.


Mit meiner kleinen Form und meinem 1/3  Rezept, war ich fein raus und habe es über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Alle anderen machen das nicht bei 30 Grad Außentemperatur, sondern nachts bei 15 Grad auf dem Balkon, oder haben ein Kühlhaus.


Vor dem Servieren, wird noch Kakaopulver über den Kuchen gegeben. Das sieht gut aus und schmeckt natürlich auch lecker.


Hier kann man dann das geschnittene Stück Pflaumenmuskuchen sehen. 


Der Deckel aus saurer Sahne ist fest. Das Pflaumenmus schafft eine schöne Verbindung zwischen, der sauren Sahne und dem Kuchenteig. 


Das fühlt sich im Mund auch sehr gut an, wenn man durch die verschiedenen Schichten kommt. 


Die Kühle der sauren Sahne, mit dem starken Pflaumenmus und dem nussigen Teig, das ist schon eine nicht alltägliche Kombination


Allen Unkenrufen zum Trotz, war der Kuchen nach zwei Tagen auch schon wieder Geschichte,


obwohl er natürlich längst nicht so gut ist, wie der in Hamburg


Das habe ich bis zum nächsten Jahr, aber schon lange wieder vergessen,



wenn ich den Kuchen wieder backe und Murmeltiertag feiere,


oder Ihr backt den nach und ladet mich auf ein Stück ein.


Dabei wünsche ich viel Spaß und einen guten Appetit.

Kommentare:

  1. Berlin ist halt einfach nicht Hamburg, egal, mit welchem Kuchen ;o)
    Und JA, Hamburg wird immerimmerimmer die schönere bleiben.
    Ändert aber nix daran, dass ich da sein will, wo du bist.

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  2. danke für die blumen. dafür bekommst du auch jedes jahr den kuchen zum bemeckern.

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