Montag, 25. August 2014

Nektarinenketchup in fünf Minuten

Auf die Idee bin ich letztens gekommen, als ich Marinade für meine Spareribs gemacht habe.
Ihr könnt Euch auch Eure eigene geistige Erleuchtung holen, wenn Ihr eine Flasche Ketchup, oder Curry Ketchup zur Hand nehmt. Ketchup besteht aus Tomatenmark, Zucker, Essig, Salz, Pfeffer, häufig Fruchtpüree, vielleicht noch ein paar namensgebende Gewürze wie Curry und dann noch aus jeder Menge Dreck, wie Aromen und Emulgatoren und Konservierungsstoffen.



 Den Teil der Geschichte, mit dem Dreck als Inhalt, den keiner braucht, lassen wir einfach weg und machen Ketchup so, wie man es machen würde, wenn man keine Gewinnmaximierung, sondern eine Geschmacksmaximierung anstrebt.


Zutaten für vier Personen, für eine Mahlzeit

2 Nektarinen
Tomatenmark
Salz
Pfeffer
Zucker
Essig

Wenn ich ein Ketchup aus lauter frischen Komponenten mache, dann dauert das Einkochen am längsten. Ich finde Tomatenmark als Zutat aber absolut o.k. und wenn es auf die Schnelle etwas geben soll, was sich deutlich vom Fertigprodukt abhebt, ohne selbst vom Strauch bis ins Glas durch Eure Hände gegangen zu sein, dann ist das in diesem Falle halt mal so. Tomatenmark ist nur Tomate und Salz, so what?


Nektarinen schneiden und den Kern rausnehmen. Soviel Mühe wie auf dem Foto muss man sich sicherlich nicht geben, aber wie gesagt, es ist ein Foto für meinen Blog, da soll es auch nach etwas aussehen.


Hier habe ich wieder meinen Angebermixbecher von Tupperware. Ihr könnt natürlich auch einen Pürierstab nehmen. 


Die Nektarienen zerkleinern, bzw pürieren.



Salz, Pfeffer, Zucker, Essig hinzu geben.


So viel Tomatenmark hinzu geben, wie man Nektarienpüree in der Schüssel hat.


Danach wieder alles miteinander vermischen und noch einmal abschmecken, wie Ihr es am liebsten mögt. Sauer, süß, scharf, salzig, oder von allem etwas.


Sieht aus wie richtiges Ketchup, oder?


Ich habe nicht auf Geschwindigkeit gearbeitet, aber länger als fünf Minuten hat es nicht gedauert.


Ich habe das Nektarinenketchup zu Süßkartoffel Pommes serviert und...


...zu Käsefrikadellen. Das ist von der Zubereitung nichts, vor dem man Angst haben müsste, aber durch die eher exotische Kombination etwas Besonderes. Das ist die eigentliche Kunst, einfache Dinge teuer aussehen zu lassen. Das machen sie mit Euch überall und jeden Tag und hier könnt Ihr mal geschmackvoll zurück schlagen.


Falls doch mal etwas übrig bleibt, könnt Ihr das Nektarinenketchup im Kühlschrank lagern.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachschnippeln und einen guten Appetit.

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