Samstag, 7. Juni 2014

Staudensellerie aus dem Ofen

Jetzt erzähle mir nicht, dass du keinen Sellerie magst!
Ich eigentlich auch nicht, aber Du musst ihm einfach mal eine Chance geben, denn eigentlich ist der überall drin, wenn dir irgendwas schmeckt, weil er einen guten Geschmack gibt, ohne selbst gut zu schmecken. Spaghetti Bolognese ohne Sellerie, sind nicht mehr als Muttis Hackfleischsoße, also nix! Was meinst du welchen Geschmack sie bei den ganzen Fertigbrühen imitieren, die Du bislang immer genommen hast, wenn Du Dich mal an einer Suppe vergangen, äh versucht hast? Sellerie, dämmert es Dir jetzt langsam? An den Geschmack muss man sich lange heran essen, vielleicht musst du auch erstmal über vierzig Jahre alt werden, oder Du stellst dich jetzt mal nicht so an und begreifst ihn als buntes Element auf deinem Gemüseteller. 


Zutatenliste:
Staudensellerie
Salz
Pfeffer
Zucker
Öl / Olivenöl
Limette / Zitrone


Angeblich soll Sellerie schwer potent machen, vielleicht ist das auch noch mal ein Argument für den exzessiven Konsum, oder die Beigabe in Essen für Kandidaten, die man zur Jagd tragen muss. Ofen auf 200 grad Unterhitze einstellen oder Gasofen Stufe 5, zehn Minuten vorheizen salzen, pfeffern, zuckern, einen Schuss Limette oder Zitrone und noch Öl drüber kippen.



Je nachdem wie bissfest das Gemüse gewünscht wird, kann man es zwischen einer halben Stunde und einer Stunde im Ofen lassen. Zwischendurch wenden und schauen, dass es nicht zu dunkel wird. 


Als Hauptdarsteller auf meinen Teller finde ich Sellerie eher dünn, aber in Kombination mit anderem Ofengemüse ist er echt der Killer und macht auch farblich einen schlanken Fuß, weil es ein chicer Farbklecks ist. 


Passt ganz hervorragend zu frischem Brot
Aioli
als Beilage zu Fleisch, Fisch und allem wozu es auch adäquat erscheint. Schluß mit diesem "schmeckt mir nicht Gequatsche", das ist für dreijährige reserviert. Zeit seine Geschmacksnerven neu zu eichen!

Viel Spaß beim Nachkochen und gutes Gelingen.


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