Montag, 16. Juni 2014

RUMBAnana - Kuchen in fünf Minuten


Gekaufter Kuchen ist zu 99 % Dreck!
Wenn man diesem Industriemüll aus der Packung und den Backshops aus dem Weg gehen möchte, dann bleibt einem zur Selbstverteidigung des guten Geschmacks, nur übrig selbst zu backen.



Ich hatte zu dem Thema aber lange überhaupt keinen Zugang und ich fand backen sehr kompliziert. Mit Zutaten, die in Gramm angegeben und abgewogen werden müssen, stehe ich genau so auf Kriegsfuß, wie mit dem Stapel zum Abwaschen und dem ganzen Technikgelumpe, was man zum Rühren braucht.


Mein Durchbruch beim Backen, war mal ein Kindergeburtstag. Meine Frau hatte keine Zeit zum Backen. Dann stand ich da mit meinem Talent und musste einen Tassenkuchen backen. Tassenkuchen heißt der deswegen, weil man die Zutaten nicht abwiegt, sondern immer nur in bestimmten Anteilen, mit einer Tasse als Maß zum Teig gibt. Man nimmt drei Teile Mehl, einen Teil Zucker, einen Teil Flüssigkeit, ein Teil Ei, einen Teil Öl, plus Backpulver, plus das was man an Frucht haben will, plus Mandeln, Nüsse, oder was einem gerade einfällt. Damit kann man sich einmal um die ganze Welt backen, ohne jemals wieder eine Waage, oder einen Handrührer in die Hand nehmen zu müssen.



Ich wollte in diesem Fall so einen typischen Nachtischkuchen backen, wie man den nach einem guten Abendessen serviert, gerne auch in Kombination mit einem starken Espresso und vielleicht ein paar Früchten auf dem Teller und einer Mascarpone Creme, statt Schlagsahne. Da es ein dünner Kuchen werden sollte, habe ich statt einem Kaffeepott, der normalerweise das Maß ist, nur eine größere Espressotasse genommen. Deswegen habe ich auch nur ein Ei und nicht drei Eier, auf die Mehlmenge genommen Fangen wir also an mit dem Ei. Aufschlagen und ab in die Schüssel.


Drei kleine Tassen Mehl


1 x Backpulver


1 Tasse Öl
1 Tasse Zucker
1 Tasse weissen Rum / für Kindergeburtstage Wasser ;-)




Den Teig mit einem Kochlöffel, Schneebesen oder Esslöffel glatt rühren.


Bananen dürfen auch richtig braun sein. Wenn sie am Stück eigentlich schon zu weich sind und auch nicht mehr schön anzusehen, dann schmecken sie im Kuchen erst richtig gut. Also nicht schüchtern sein und bevor man sie wegwirft, schnell noch verbacken.


Wenn der Teig glatt gerührt ist, die Bananen in den Teig geben.


Beim Gasofen backt man den Kuchen 45 Minuten im vorgeheizten Backofen, Im Elektro Ofen bei 200 Grad Unterhitze. Habe den noch nie mit Ober- und Unterhitze gebacken, aber wenn der so dünn ist wie hier, wird es sicherlich auch in 30 bis 35 Minuten gehen. Bloß keine Umluft nehmen. Der Kuchen läßt sich Prima vorbereiten und paßt sehr gut in eine Speisenfolge. Man kann ihn z.B in den Ofen werfen, wenn man das Hauptgericht serviert und hat dann als Nachtisch einen tollen warmen Kuchen.


Der Kuchen ist dann gut, wenn er gut gebräunt ist und beim Testen an einem Holzzahnstocher kein Teig mehr hängen bleibt.


Oben auf dem Kuchen karamellisiert der Zucker.


Der Kuchen sieht im Querschnitt sehr locker aus und schmeckt auch genau so.


Das Beeindruckende an diesem einfachen, aber leckeren Kuchen ist, dass man sich damit das Backen in fünf Minuten beibringen kann. Länger dauert der Teig nicht und mit diesem neu erworbenen Wissen, kann man dann jeden Rührkuchen umsetzen, ohne ein Rezeptbuch in die Hand nehmen zu müssen.


Ich wünsche viel Spaß und guten Hunger beim Backen und würde mich freuen, den einen oder anderen Backmuffel davon überzeugt zu haben, es selbst auch einmal zu probieren.


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