Freitag, 20. Juni 2014

Ravioli Caprese vegetarisch

Herzlich willkommen zur bleifreien, äh vegetarischen Variante, meines großen Ravioli Abenteuers. Es gibt nicht viele Gerichte, die ich jemals zubereitet habe, denen ich vorher mit so viel Ehrfurcht begegnet bin, weil Ravioli von Grund auf italienisch sind und ich auch keine näheren schwäbischen Wurzeln seit 1780 habe, auf die ich mich berufen könnte, was Nudelteig betrifft. Es ist aber wie mit den meisten anderen Dingen im Leben, wenn man mittendrin ist, dann fällt die Anspannung relativ schnell von einem ab, wenn man das Gefühl hat, dass es läuft. 


Wie man Ravioli herstellt, könnt ihr hier sehen. Ravioli selbst gemacht KLICK KLACK


Spätestens, wenn wir an der Stelle angelangt sind, dass wir die Teigplatten zum Füllen ausgestochen haben, wird es ernst mit der Füllung, deswegen hier das Rezept für die vegetarische Füllung, auf Basis 280 Gramm Mehl und 3 Eier für den Teigansatz:

Zutaten:

200 Gramm Pilze
1 Zwiebel
1 Knoblauch
1 Scheibe Toast
1 Ei
Tomatenmark
Salz
Pfeffer 
Zucker
frischen Basilikum
1 Mozzarella
Petersilie

Bei Knoblauch bevorzuge ich diese kompakte Form. Die lässt sich besser aus der Schale holen und man macht sich die Arbeit nicht so oft. Was gut für die Adern ist und so gut schmeckt, darf auch reichlich verwendet werden.


Zwiebel in den Mixbecher geben


Champions vierteln und ab in den Mixbecher damit


Toastbrot zerrupfen, oder in Würfel schneiden und schlussendlich ALLE Zutaten, bis auf den Mozzarella und Basilikum in den Mixbecher stopfen und mit dem Pürierstab pürieren.


Mir ist echt total egal, ob ich mit oder ohne Fleisch koche und esse, ABER ich erwarte auch von einem vegetarischen Gericht, dass es mich geschmacklich umhaut. Deswegen beim Würzen nicht schüchtern sein! Die Füllung muss auch noch das Sieden im Wasser überstehen und so ein Nudelteig ist erstmal auch nix, was nach der großen weiten Welt schmeckt. Deswegen muss die Füllung ein richtiger Tritt in den Arsch sein. Wo nicht unbedingt ungeübte mit am Tisch sitzen, schadet es auch nicht, wenn man die Füllung mit Pepperoni aufpeppt.

 

Zum Füllen, nehme ich die Teigplatten dann in die Hand, fülle die vegetarische Füllung mit einem Esslöffel, oder Teelöffel, je nach Größe der Teigplatte ein und achte darauf, das man möglichst in der Mitte bleibt, damit später beim Zusammenpressen nichts heraus quillt. Nach der Füllung, lege ich noch ein Stück Mozzarella rein...


...und decke darüber ein Basilikum Blatt


Das sieht nicht nur nach viel Liebe aus, sondern das ist auch viel Liebe. Die Mühe macht sich niemand, den Ihr dafür bezahlt, denn bei dem läuft im Kopf immer die Kasse mit, wie viel er an dem Zeug und an Euch verdienen kann. Am Ende nimmt der dann das Basilikum nicht frisch, schneidet es in der Mitte noch einmal durch und die ganz fiesen Industriefrettchen, nehmen außer Sägespäne statt Toast, höchstwahrscheinlich auch noch irgendeinen Laborpilz, der nur so tut, als wäre er Basilikum und deklarieren das dann, als natürliches Aroma und Würze. An dieser Stelle, schicken wir mal eben die Kinder vor die Tür, stellen uns vor den Spiegel, setzen unser breitestes Grinsen auf und sagen drei mal laut "Fick Dich"! Morgen räumt Deutschland dann den Kühlschrank auf und wirft diesen ganzen Convenience Dreck raus!


Nachdem wir uns gerade wieder mal darüber bewusst geworden sind, was wir doch alle für Luxusvögel sind und unsere Nahrungskette bei dem endet, der uns das Rohmaterial liefert, 
versiegeln wir beherzt die Ravioli mit unserem neuen Küchenschätzchen, dem Raviolimacher, in drei Größen, im Set für 4,99 bei Kaufland.


Yes, so müssen Ravioli aussehen...


... und wenn die erste Hürde genommen ist, geht es auch gut von der Hand


Wenn wir subjektiv genug, für die anstehende Mahlzeit hergerichtet haben, dann kommt unsere nächste Schrecksekunde.


Mit einem Schaumlöffel, werden die Ravioli in kochendes Wasser gelegt. Dann aber sofort mit der Temperatur runter gehen, damit die Teigtaschen nicht aufgehen. Einfach vor sich hin sieden lassen, bis die Ravioli von selbst im Topf an die Oberfläche aufsteigen, dann sind sie gar.


Wenn alle Ravioli gekocht sind, nehme ich eine Pfanne, erhitze die mit Olivenöl und schwenke die Ravioli darin. 


Damit sie besser durch den Hals rutschen, habe ich eine total einfache, aber super leckere Tomaten-Gin Soße KLICK KLACK eingekocht. Die läßt sich entweder gut vorbereiten, oder innerhalb von 10 Minuten anfertigen.


Damit bekommen die Ravioli noch ihren letzten Schliff, wenn Ihr die auf kleiner Flamme noch eine Minute in der Pfanne einkochen lasst. 


Zum Servieren noch ein Blatt Baslikum aufleben und mit einem Hartkäse überreiben. Einfache Landhausküche kann so geil sein!


Damit es richtig rund ist, gehört natürlich immer ein leckerer gemischter Salat KLICK KLACK dazu. Hier habe ich es mal super schlicht, aber eben nicht minder geschmackvoll gehalten.


Mir läuft bei den Bildern schon wieder das Wasser im Munde zusammen und ich hoffe, dass es Euch vor dem Rechner auch so geht.


Wer es mit sich und seinen Gästen so richtig gut meint, kann auch noch ein frisches Brot KLICK KLACK dazu backen.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Hunger

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