Sonntag, 25. Mai 2014

Focaccia - ligurisches Fladenbrot, einfach lecker

Focaccia  (Fo-kat-scha)



Jetzt müssen alle stark sein, die beim Italiener einen Schianti (Chianti) trinken, Bruschättaaaa (Bruschetta) bestellen und zum Nachtisch noch einen Expresso (Espresso) "auffe die Hause" trinken. Es heißt Fokatscha, geschrieben Focaccia. 

Ich habe schon italienische Restaurants besucht, da nennen sie es einfach nur weiße Pizza, weil das scheinbar jeder aussprechen kann. 

Focaccia ist ein ligurisches Fladenbrot und extrem lecker. Man kann es pur, als Brotbeilage zu Nudeln, oder ein wenig gepimpt, auch als alleinstehenden Gang zum Essen servieren. Der Phantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt und erlaubt ist was gefällt. 

Den Teig gibt es hier: Pizzateig für doofe

Ich rolle den Teig auf einem gemehlten Backblech deutlich dicker aus, als man das bei einer Pizza machen würde. Je nach persönlicher Vorliebe, kann man den Teig bis zu Daumendicke auf das Blech legen und muss auch nicht zwanghaft rollen, falls man es eher brotartiger haben möchte. Nicht vergessen, der Teig geht beim Ruhen und Backen noch auf, deswegen maßvoll vorgehen. Danach noch mindestens eine halbe Stunde ruhen lassen. Wenn ich das Focaccia pur haben möchte, dann mache ich es dicker. Falls ich es hinterher belegen möchte, dann eher dünner,damit das Brot nicht die Auflage dominiert.

Vor dem Backen, mit dem Daumen nah nebeneinander kleine Mulden drücken, sowie nach Geschmack  Rosmarin und Olivenöl auf dem Teig verteilen. Den Ofen auf Unterhitze 200 Grad, oder beim Gasofen zwischen Stufe 4 und 5 einstellen und je nach dicke 25 bis 30 Minuten backen. Aufpassen, dass der Teig von unten nicht zu dunkel wird und mit einem Zahnstocher von oben reinpieksen, ob der Teig durchgebacken ist. Wenn kein Teig mehr am Zahnstocher hängen bleibt und beim Druck mit dem Finger ein krosser Eindruck entsteht, dann ist das Focaccia fertig gebacken. 


Die Backzeit kann man nutzen, um den Belag vorzubereiten. In diesem Fall habe ich Rucola / Rauke ordentlich ausgewaschen und mit der Salatschleuder entsandet und getrocknet, damit es hinterher nicht zwischen den Zähnen knirscht und Tomaten in kleine Stücke geschnitten und frischen Basilikum zugefügt. 


Danach noch gewürfelten Mozzarella darüber verteilen
Und bitte erst direkt vor dem Servieren mit rotem Balsamico Essig, Olivenöl beträufeln, sowie mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen. Es gibt echt nur wenige Dinge, die schlimmer sind, als so ein Kunstwerk durchgesuppt auf dem Teller zu haben. Schade um die Zeit und die Mühe.

 
Focaccia eignet sich auch ganz prima zum Mitnehmen, wenn Ihr die einzelnen Komponenten separat transportiert und erst vor dem Servieren zusammen fügt. Ideal zum Picknicken, oder auch mal statt Kuchen in der Firma, wenn es etwas zu feiern gibt.

Viel Spaß und gutes Gelingen beim Nachbacken und natürlich guten Appetit.





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen